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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Zahlreiche Wolfsrisse in der Wesermarsch

23.11.2017

Jade /Jaderkreuzmoor Jetzt ist es amtlich: Der Wolf hat in der Gemeinde Jade Ende September 22 Schafe gerissen oder in den Tod getrieben. In einem Brief des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) wird den Haltern in Jade und Jaderkreuzmoor mitgeteilt, dass die ausgewerteten DNA-Analysen zu dem Ergebnis kommen, dass ein Wolf der Verursacher der Schäden ist.

Ina Martens aus Jaderkreuzmoor, die seit 1991 Schafe hält und seit 2005 ganz gezielt und sehr erfolgreich weißköpfige Fleischschafe – eine aussterbende Rasse – züchtet, hat drei Tiere verloren. „Die Deckgruppe stand am 22. September auf einer Moorweide. Nach dem Vorfall haben wir Kehlbisse festgestellt. Die Tiere wurden von hinten ausgehöhlt. Die Gruppe, die wir danach in den Stall brachten, war wie betäubt. Sie hat erstmals nicht mehr gefressen.“ Zeitnah wurde im benachbarten Hahnermoor (Ammerland) ein neun Monate altes Kalb gerissen, ebenfalls vom Wolf, wie jetzt zu erfahren war.

Auf dem Hof Idema in Jade sind 19 tote Schafe zu beklagen, die der Wolf auf dem Gewissen hat. „Wir züchten Texeler Schafe, und der Vorfall vom 24. September hat uns echt schockiert. Wir haben inzwischen die Zahl der Muttertiere von 150 auf 30 zurückgeschraubt“, sagen Majan und Werner Idema im Gespräch mit der NWZ.

Auch Franz-Otto Müller, Wolfsberater in der Wesermarsch, ist vom NLWKN über die Analyse der Proben, die er mit seinem Kollegen Jürgen Ahlers gemacht hat, informiert worden. „Jetzt haben wir Klarheit. Es handelt sich also keinesfalls um einen Wolfshund oder Hybrid, sondern um einen richtigen Wolf“, sagt er.

Und genau diesen Sachverhalt bestätigt jetzt das Wolfsbüro in Hannover. Es handelt sich bei den beiden Fällen in der Gemeinde Jade sowie in Hahnermoor zweifelsfrei um den Wolf. „Das Kalb in Hahnermoor wurde von dem Wolf gerissen, der am 7. Oktober im Ammerland tot aufgefunden wurde und aus dem Cuxhavener Rudel stammt. Bei den gerissenen Schafen in Jade und Jaderkreuzmoor handelt es sich zweifelsfrei um Wolfsrisse, aber eine individuelle Identifizierung ist auf Grund der Qualität der Proben nicht möglich“, sagt Bettina Dörr, Sprecherin des Wolfsbüros im Gespräch mit der NWZ.

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