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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Das Geheimnis des Bienensterbens

29.05.2018

Jade Unter dem Motto „Artenvielfalt in Jade erhöhen – Insektensterben stoppen“ zeigen die Jader Grünen einen Antrag und zeigen zugleich einen Film. Hintergrund der Aktion ist, dass es immer weniger brummt in Deutschland – und deswegen bleibt auch das Zwitschern aus. Das Artensterben nimmt inzwischen dramatische Ausmaße an.

Die Biomasse von Insekten ist um 75 Prozent zurückgegangen. Durch diesen Rückgang finden auch Vögel weniger Nahrung. Drei von vier Vogelarten sind inzwischen gefährdet – zum Beispiel auch der Kiebitz oder die Lerche. Aber auch viele Fledermausarten oder Amphibien sind vom Aussterben bedroht.

„Das ist nicht nur ein Problem für die Natur, sondern insbesondere eins für uns Menschen“, sagt Hans-Joachim Janßen von den Grünen im Gespräch mit der NWZ. Rund zwei Drittel aller Kulturpflanzen sind auf Bestäubung angewiesen. Ökonomen haben errechnet, dass Insekten – bei uns vor allem Honigbienen, Wildbienen und Schmetterlinge – weltweit eine jährliche Leistung im Wert von unglaublichen 300 Milliarden Euro erwirtschaften.

Die Honigbiene ist besonders gut erforscht. Woran liegt es, dass Bienenvölker krankheitsanfälliger werden, dass Bienen Orientierungsprobleme bekommen und nicht in den heimischen Stock zurückfinden?

Die Grünen in Jade greifen das Thema auf. Am Dienstag, 5. Juni, 20 Uhr zeigen Sie den Film „Das Geheimnis des Bienensterbens“, eine Dokumentation und ein eindringliches Plädoyer zur Rettung der Bienen im Kulturhus Jaderberg, Tiergartenstraße 10. Zudem hat die Ratsgruppe Grüne/Udo Eilers einen Antrag zum Thema in den Gemeinderat eingebracht. Darin fordert die Gruppe unter anderem hinsichtlich der gemeindeeigenen Flächen zum Umdenken und Umlenken auf.

„Uns ist es wichtig breit und offen über das Thema zu sprechen: Was kann jeder Einzelne tun, was kann die Gemeinde tun? Kann eine bunte Blühfläche nicht schöner sein als eine kurzgemähte Rasenfläche? Sind nicht ein paar mehr heimische Wildkräuter akzeptabel? Können nicht wieder Wallhecken und Kopfweiden unsere Kulturlandschaft prägen? Macht nicht auch Schredder oder Rindenmulch den Garten pflegeleicht? Oder muss es wirklich Kies und Vlies sein? Muss unbedingt der Lebensbaum oder Kirschlorbeer für die Hecken gepflanzt werden- oder vielleicht doch Weißdorn, Buche, Schlehe und Kornelkirsche? Weißdorn ernährt über 30 Vogelarten. Kirschlorbeer ist hingegen ökologisch so wertvoll wie eine Betonmauer“ gibt die Ratsgruppe Grüne/ Eilers zu bedenken.

Jeder könne einen kleinen Teil dazu beitragen, die Artenvielfalt zu erhöhen. Und die Kommune sollte mit gutem Beispiel voran gehen. Kommunale Grünflächen könnten mit Blühpflanzen bepflanzt werden, der Mahdzeitpunkt sollte möglichst spät liegen, damit Blütenpflanzen aussamen können und bei Gehölzen sollte auf heimische Arten geachtet werden: Meist bieten diese Insekten weit mehr Nahrung und Unterschlupf als Ziergehölze aus anderen Teilen der Welt. Auf Pestizide sollte auf Flächen in kommunalem Eigentum verzichtet werden.

Der Eintritt zum Film „Das Geheimnis des Bienensterbens“ ist frei. Der Film dauert 90 Minuten. Anschließend wird mit örtlichen Imkern über die Situation in der Region diskutiert.


     www.gruene-jade.de 
Hans-Carl Bokelmann
Jade/Ovelgönne
Redaktion Brake
Tel:
04401 9988 2304

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