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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

UMWELT: Jade-Stahl ersteigert das Kalk-Gelände

27.07.2005

FRIEDRICH-AUGUST-HüTTE Die Wilhelmshavener boten 252 500 Euro. Das war exakt das Mindestgebot.

von henning bielefeld FRIEDRICH-AUGUST-HÜTTE - Die Interseroh Jade-Stahl GmbH Wilhelmshaven hat gestern den Zuschlag für das Grundstück der früheren Metallverwertung Kalk bekommen. Bei der Zwangsversteigerung im Amtsgericht bot der Prokurist Reinhard Hiller die Mindestsumme von 252 500 Euro. Das ist exakt die Hälfte des gutachterlich festgesetzten Verkehrswertes von 505 000 Euro.

Das vom Rechtspfleger Ralf Schütte geleitete Verfahren war, wie berichtet, vom Landkreis angestrengt worden. Die Kreiskasse wollte wenigstens einen kleinen Teil der Auslagen in Höhe von rund zwei Millionen Euro zurück haben, die in den Neunzigerjahren in die Sanierung des durch die bis 1989 betriebene Kabelverschwelung angefallen waren.

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Konkret ging es um eine etwa 6000 Quadratmeter große und 18 Zentimeter starke Stahlbetondecke, mit der der belastete Boden 1998 versiegelt worden war. Einschließlich Zinsen und Gebühren sind dafür bis jetzt gut 100 000 Euro aufgelaufen. Mit Wirkung vom 7. August 2003 hatte der Kreis die Beschlagnahme des Grundstücks erwirkt – und damit die Voraussetzung dafür geschaffen, dass er bei einer Zwangsversteigerung den ersten Zugriff auf die Versteigerungssumme hat – noch vor den im Grundbuch mit je 153 000 Euro eingetragenen Gläubigern Jade-Stahl und Raiffeisen-Volksbank Varel-Nordenham.

Die gesetzlich vorgeschriebene Bietzeit betrug 30 Minuten. Die ersten 25 waren Schweigeminuten. Dann meldete sich der Jade-Stahl-Prokurist mit seinem Gebot zu Wort und hinterlegte einen Scheck in Höhe von 51 000 Euro – die geforderten mindestens zehn Prozent des Gebots als Bietsicherheit. Weitere Gebote wurden in den verbleibenden fünf Minuten nicht abgegeben.

Weil die beiden Grundstückseigner Andreas und Karl-Patrick Kalk nicht anwesend waren und das Gebot stark vom Verkehrswert abweicht, setzte Rechtspfleger Schütte für Dienstag nächster Woche einen Zuschlagtermin an. Dann können die Eigentümer noch ihre Zustimmung verweigern. Nach Angaben von Reinhard Hiller werden sie das aber nicht tun.

Interseroh Jade-Stahl, ein Metallverwerter mit 100 Mitarbeitern und Tochterunternehmen der Interseroh AG Köln, ist nach Auskunft Hillers ein wichtiger Partner der Schrottverwerter von der Martin-Pauls-Straße. Dort arbeitet nach seinen Worten inzwischen das Unternehmen MTU, das die Nachfolge der in Konkurs gegangenen bisherigen Betreiber Karsten Kalk GmbH und Sero-Nord übernommen habe.

Das Unternehmen nimmt nicht nur den aufbereiteten Schrott von MTU ab, sondern liefert dort auch jeden Monat „mehrere Tonnen“ Metallabfall zur Aufbereitung ab. Nach den Worten Hillers will Jade-Stahl Grundstück und Gebäude an MTU verpachten.

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