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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Bahnhaltepunkt Thema im neuen Landtag

18.01.2018

Jaderberg Die Reaktivierung des Bahnhaltepunktes in Jaderberg hat sich mittlerweile zu einer unendlichen Geschichte entwickelt. Für die FDP-Landtagsabgeordneten Horst Kortlang aus Elsfleth und Christian Grascha Grund genug, eine Kleine Anfrage zur schriftlichen Beantwortung an die Landesregierung zu richten.  

In einer Vorbemerkung weisen die Abgeordneten darauf hin, dass sich die Gemeinde Jade seit vielen Jahren um die Inbetriebnahme des Bahnhaltepunktes Jaderberg bemüht. Im Verfahren zu Stationsreaktivierungen in der vergangenen Legislaturperiode wurde dieser Halt von der Landesnahverkehrsgesellschaft LNVG vorgeschlagen, und die Planungen wurden aufgenommen.

Die Abgeordneten weisen ausdrücklich auf einen NWZ-Bericht vom 19. Mai 2017 hin: „Jaderberg: Erster Zug hält 2018“. Dort hieß es, dass der „1. Spatenstich“ im Oktober 2017 erfolge, dass die ersten Züge dort im Sommer 2018 hielten und der Bahnhaltepunkt Jaderberg in den Winterfahrplan 2018 aufgenommen werde. Die Umsetzung der Realisierung solle rund 2,4 Millionen Euro kosten.

Nun sei berichtet worden, dass sich die Planfeststellung um mindestens eineinhalb Jahre verschiebt und ein Bau in 2019 eventuell möglich sein soll.

Die Landesregierung entgegnet, dass es bei Stationsmaßnahmen in den vergangenen Jahrzehnten üblich war, dass ein Plangenehmigungsverfahren ausreichend war und kein umfangreicheres Planfeststellungsverfahren vom Eisenbahnbundesamt (EBA) – Außenstelle Hannover – als Planfeststellungsbehörde gefordert wurde. Von dieser Praxis habe das EBA inzwischen Abstand genommen und fordert nun deutlich umfangreichere Planfeststellungsverfahren. Die Entscheidung über das gewählte Verfahren liege im Ermessen der Planfeststellungsbehörde.

Insgesamt betragen die Kosten für den Neubau der Station rund 2,45 Millionen Euro, von denen das Land rund 1,87 Millionen Euro und die Gemeinde Jaderberg rund 580 000 Euro zu tragen haben.

Wie ist der Planungs- und Sachstand bezüglich der Reaktivierung des Bahnhaltepunktes Jaderberg?

Die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren wurden durch den Träger des Vorhabens, die DB Station & Service AG, noch 2017 in der 51. Kalenderwoche beim EBA als Planfeststellungsbehörde eingereicht. Das EBA hat bereits mit ersten Prüfungen begonnen. Von allen Stationsreaktivierungen in Niedersachsen ist das Projekt in Jaderberg am weitesten vorangeschritten.

Wie erklären sich die zeitlichen Verzögerungen?

Die zeitlichen Verzögerungen sind auf die Veränderung des Planrechtsverfahrens zurückzuführen; ergänzend verweist das Ministerium auf die Vorbemerkung.

Wann können die Bürger der Gemeinde Jade mit der Inbetriebnahme des Bahnhaltepunktes Jaderberg verbindlich rechnen?

Aufgrund des veränderten Planrechtsverfahrens wird derzeit mit einem Verzug von rund einem Jahr gerechnet, so dass eine Inbetriebnahme in 2019 angestrebt wird. Gleichwohl wird sich das Land gegenüber den Beteiligten weiterhin dafür einsetzen, dass die Station schnellstmöglich errichtet wird.

Kommentar

Nervige

Verspätung

Jades Bürgermeister Henning Kaars und die gesamte Region freuen sich seit vielen Jahren auf eine Reaktivierung des Bahnhaltepunktes Jaderberg.

Kaars ist inzwischen seit zehn Jahren im Amt, doch der Wunsch, dass endlich wieder ein Zug in der Gemeinde im Dreiländereck Wesermarsch-Ammerland-Friesland hält, ist noch wesentlich älter.

Politisch ist man sich seit Jahrzehnten durch die Bank einig, dass die gesamte Region von diesem Bahnhalt profitieren könnte.

Potenzialstudien, Machbarkeitsprüfungen, Finanzierungskonzepte. Seit Jahren steht einer Wiedereröffnung eigentlich nichts im Wege – bis das Eisenbahnbundesamt völlig überraschend ein zusätzliches Planfeststellungsverfahren forderte. In Jade und umzu ist man jetzt gespannt, ob die neue Landesregierung aufs Tempo drücken kann.

Den Autor erreichen Sie unter
Hans-Carl Bokelmann
Jade/Ovelgönne
Redaktion Brake
Tel:
04401 9988 2304

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