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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Jugend wieder für Brake begeistern

10.03.2017

Brake Die Braker Fußgängerzone scheint verwaist zu sein an diesem Tag. Dabei benötigen Madita Denker und Jessica Meyer nur noch einen Passanten, den sie interviewen wollen. Es ist wie verhext an diesem nasskalten Morgen, doch dann nähert sich den beiden 19-jährigen Schülerinnen des Wirtschaftsgymnasiums Brake ein Fußgänger. Die beiden jungen Frauen sprechen ihn an: „Haben Sie Zeit für eine kurze Umfrage?“ Der Mann hält einen Moment lang inne, und nimmt sich dann diese Zeit.

Madita Denker und Jessica Meyer sind für ihre Projektarbeit unterwegs. Zusammen mit Jaqueline Rohmann (18) müssen sie die Arbeit bis Ende nächster Woche fertiggestellt haben. „Die Fußgängerzone ist doch tot. Brake stirbt“, sagt die Zwölftklässlerin Jessica Meyer betrübt. Es sei ihnen klar gewesen, dass es schwierig würde, Interviewpartner in der Innenstadt zu treffen. Aber nun hätten sie es ja geschafft.

Insgesamt 80 Frauen und Männer haben sich geäußert. In ihrer Projektarbeit konzentrieren sich die drei Gymnasiastinnen zwar auf die Gaststätte Harrier Hof. Sie wollen etwas über den Bekanntheitsgrad erfahren, wie beliebt die Gaststätte ist, woher man sie kennt und wie man das Ambiente empfindet. Noten von eins bis zehn können die Befragten vergeben. „Einigen ist der Harrier Hof bekannt, und eigentlich ist er positiv besetzt“, betont Madita Denker.

Das ist die eine Seite der Medaille. Im Kern ihres Projektes geht es Madita Denker, Jessica Meyer und Jaqueline Rohmann aber auch um die Attraktivitätssteigerung der Innenstadt. „Wenn wir den Bekanntheitsgrad der Gaststätte erhöhen, kommen auch mehr Besucher in die Stadt“, sind die jungen Frauen überzeugt. Das ist die Kehrseite. Vor allem junge Leute sollten sich äußern, meinen die Schülerinnen, denn für Jugendliche würde es nicht mehr viele Möglichkeiten zum Ausgehen geben. „Im Braker Süden gibt es eigentlich nichts mehr“, schildert Jessica Meyer die Situation.

Es ist kein Geheimnis, dass bundesweit die Innenstädte mehr und mehr veröden, Geschäfte in den Fußgängerzonen ganz schließen oder sich anderweitig orientieren. Brake bildet dabei keine Ausnahme. Das wissen natürlich auch die Zwölftklässlerinnen, die ihre Projektarbeit erstellen. Interviewpartner fanden sie im Famila-Center, in der Fußgängerzone, beim Combi-Verbrauchermarkt und im Harrier Hof.

Jetzt machen sich die Gymnasiastinnen daran, ihre Ergebnisse in ein aussagekräftiges Konzept zu gießen. Und es gibt ein Werbevideo zum Harrier Hof, das noch geschnitten wird. Ihr Projekt könnte Schule machen. Vielleicht finden Madita Denker, Jessica Meyer und Jaqueline Rohmann ja das Patentrezept gegen die Verödung der Innenstädte. Auf das Ergebnis ihrer Projektarbeit jedenfalls darf man gespannt sein.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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