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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Jugendliche schnuppern in die Berufswelt

28.03.2014

Nordenham Und wieder sind sie ausgeschwärmt: Mädchen und Jungen aus den Jahrgängen fünf bis zehn hatten am Donnerstag die Möglichkeit, in die Berufswelt hineinzuschnuppern. Und viele machten davon Gebrauch. Ob in der Stadtverwaltung, im Krankenhaus, beim Tischler, in der Autowerkstatt, im Pflegeheim oder in der Zeitungsredaktion: Kaum ein Betrieb bekam nicht Besuch von neugierigen Schülern, die ihre Ranzen zu Hause ließen und stattdessen einen eintägigen Abstecher in die Arbeitswelt machten.

Spannende Einblicke

Zukunftstag für Jungen und Mädchen – so nennt sich die Aktion, an der sich auch in Nordenham viele Arbeitgeber beteiligten. Die Schüler sollen geschlechtsuntypische Berufe kennen lernen. Beim größten Nordenhamer Arbeitgeber, Premium Aerotec, wird dieses Anliegen wörtlich genommen. Deshalb nahm das Flugzeugwerk ausschließlich Mädchen an. 18 Schülerinnen, vor allem Angehörige von Mitarbeitern, nutzten das Angebot und bekamen einen spannenden Einblick. Sie bekamen eine Werkführung, mussten bei einer Schnitzeljagd im Technologiezentrum Rätsel lösen und durften in der Ausbildungswerkstatt einen Smartphone-Halter aus Aluminium bauen.

Bei Premium Aerotec ist der Zukunftstag ein reiner Girl’s Day. „Das machen wir ganz bewusst so, weil Frauen bei uns nach wie vor in der Minderheit sind“, sagt Ausbildungsleiter Olaf Heinrichs. „In der Ausbildung haben wir inzwischen zwar 20 Prozent Frauen. Aber im Betrieb sind wir noch lange nicht bei dieser Quote.“

Begrüßt wurden die 18 Mädchen am Morgen von Personalleiter Stefan Spoede und von der stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden Petra Deters. Sie sagte: „Wer die Besten will, kommt an den Mädchen nicht vorbei.“

Yvette Zelck gehörte zur Gruppe der Mädchen, die vom Besuch bei Premium Aerotec begeistert waren: „Ich mache gerne etwas mit den Händen. Deshalb kann ich mir gut vorstellen, später mal hier zu arbeiten“, sagte sie. Olaf Heinrichs betonte: „Wenn hier später jemand zu uns kommt, haben wir nichts dagegen. In erster Linie geht es uns aber darum, allgemein auf technische Berufe aufmerksam zu machen.“

In der Tierpension Hoffe hätte sich Betreiberin Doris Kraft sicherlich auch über Jungs gefreut. Aber für den Tierpfleger-Beruf interessierten sich ausschließlich Mädchen. Sieben Schülerinnen durften hier Kaninchen und Katzen füttern, Ponys bürsten und das Federvieh versorgen. Auch das Ausmisten der Ställe gehörte zu den Aufgaben. Neele Hansing hatte ihren Spaß daran: „Besonders die Ziegen und die Ponys haben mir gefallen.“ Dass bei der Arbeit mit Tieren das Saubermachen eine große Rolle spielt, weiß die Zehnjährige ganz genau, weil sie selber Haustiere hat. „Aber das macht mir nichts aus.“

Bekanntschaft mit Tieren – genauer gesagt: mit Hunden – machten auch die Jungen und Mädchen, die der Nordenhamer Polizeidienststelle einen Besuch abstatteten. Hier lernten sie unter anderem Diensthundeführer und ihre vierbeinigen Kollegen kennen. Die jungen Besucher ließen sich von den Ordnungshütern zudem Fingerabdrücke abnehmen, durften sich die Zellen für die Bösewichte angucken und sich in der Spurensicherung üben. Zu den zwölf Schülern gesellten sich am Mittag bei einer Vorführung der Diensthundestaffel noch 14 Kinder aus Brake und 2 aus Jaderberg dazu.

So erlebten Hunderte von Kindern und Jugendliche am Donnerstag einen spannenden Tag ohne Mathearbeiten und Vokabeltests.

Mädchen im Werkraum

An der Oberschule I gab es für diejenigen, die nicht in der Berufswelt unterwegs waren, ein Alternativprogramm. So war der Werkraum fest in der Hand der Mädchen: Sie arbeiteten mit Akkuschraubern, tapezierten Modellwände, schmirgelten Holzformen und arbeiteten mit Gips.

Ein Stockwerk höher schnippelten die Jungen Gemüse, um gesunde Sandwiches mit Vollkornbrot und fettarmem Dressing zuzubereiten. Für Bewegung sorgten die Lehrer Lasse Korb und Jessica Haack einen Raum weiter: Hier wurden die jungen Männer an die Faszination des Tanzens herangeführt.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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