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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Junges Dorf in der Mitte von Europa

22.01.2009

WADDENS Jung und Alt, knapp 150 Menschen, hörten gespannt zu. Etwa drei Stunden mit einer kleinen Pause gab’s abwechslungsreiche Unterhaltung und Informationen im gut gefüllten Saal des „Butjenter“. Für lockere Verpackung sorgten die beiden Moderatoren Heiko von Atens und Dirk Warns.

Es war nach dem erfolgreichen ersten (im Jahre 2005) der zweite „Waddenser Abend“. Verkleidet als Rosalinde Linde präsentierte Susanne Hübler humorvoll, was seit 2005 in Waddens passiert ist – unter anderem die „Halbweihung“ des Radweges.

27 Prozent jünger als 18

Waddens zählt etwa 670 Einwohner und ist das Dorf mit dem jüngsten Altersdurchschnitt in Butjadingen. 27 Prozent der Waddenser sind jünger als 18 Jahre, 24 Prozent älter als 60. Dank des gut geführten Kinderspielkreises, der inzwischen zum Kindergarten geworden ist, dank günstiger Bauplätze und Häuser, der kurzen Verkehrsanbindung an Nordenham und sicherlich auch wegen vieler familiärer Beziehungen und der lebendigen Dorfgemeinschaft war und ist Waddens ein attraktives Dorf. Bereichert wird die Dorfgemeinschaft auch durch Holländer. Sechs Familien aus den Niederlanden haben Bauernhöfe in Waddens übernommen, erläuterte Dirk Warns auf Nachfrage der NWZ.

Beim ersten Waddenser Abend 2005 gab es einen Bildergang durchs Dorf. Jedes Haus war fotografiert worden. Diesmal war „Waddens von oben“ zu sehen – mittels Nutzung einer Internet-Suchmaschine. Dabei zeigte sich laut Dirk Warns: Waddens liegt derart von oben betrachtet genau in der Mitte von Europa.

Mit interessanten Details stellte Betriebsleiter Matthias Brandner den Hof Oegens des CVJM-Sozialwerkes Wesermarsch als soziale Landwirtschaft mit Zukunft vor.

Aus der Geschichte eines Butjadinger Sielhafens, Waddenser Siel, berichtete in Wort und Bild Heddo Peters. Dabei ging er näher auf Fischer Gustav Morisse (1883-1964) ein.

Wie die Flüchtlingsfamilien Kliem und Prause in den 50-er Jahren eine Obstbaumallee in Waddens bewirtschafteten und andere Familien Gartenland zur Grundversorgung nutzten, wusste Hans-Georg Suhr spannend zu erzählen. Originell war auch die Geschichte von der Odyssee eines Partnerfindlings.

Von Hans-Georg Suhr war zudem zu erfahren, dass es schon vor 300 Jahren Bestrebungen gab, den Pastorengarten aufzuwerten. Wie die NWZ bereits berichtete, engagiert sich die Dorfgemeinschaft stark, um aus dem Pastorengarten einen „Garten Eden“ zu machen. Susanne Hübler berichtete jetzt über den aktuellen Stand.

Danach ist 2008 festgestellt worden, dass die Drainage defekt, die Infotafel sanierungsbedürftig und das Buswartehäuschen marode ist. Mit dem „Projekt Garten Eden“ soll in dorfzentraler Lage vor reizvoller Kulisse ein wesentlicher Beitrag zur Verschönerung des Ortsbildes und Verbesserung der Infrastruktur geleistet werden – auch für radelnde Gäste.

Naturnahe Gestaltung

Ein naturnah (mit Wildbienenhaus) gestalteter Dorfmittelpunkt mit Pavillon soll entstehen, wo auch das Pfingstbaum-Setzen stattfinden kann und Kindergartenkinder, Jugendliche und Senioren sich begegnen.

Die Vermessungsarbeiten sind geleistet. Auch ist eine neue Drainage bereits eingebracht worden. Mit Erdaushub aus dem Bau des Radweges Schweewarden-Waddens soll bald der Boden angehoben werden.

Das Verfahren zur Beantragung von Fördermitteln aus dem Regionalprogramm „Leader“ läuft bereits. Damit die Finanzierung klappt, müssen aber noch etwa 12 000 Euro durch Spenden von Privatleuten und Firmen oder Institutionen aufgebracht werden. An diesem Abend kamen bereits 470 Euro zusammen. Im Herbst dieses Jahres sollen einzelne Gestaltungsvorhaben für den „Garten Eden“ beginnen.

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