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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Tierisch Interessant: Kaninchen gegen Stress und Langeweile

07.01.2017

Brake /Ovelgönne Gleich über dem Stall steht es schwarz auf weiß auf einem Schild: „Hilft gegen Depressionen, Langweile, Stress und Einsamkeit.“ Damit meint Kaninchenzüchter Dieter Bittermann seine Zwergwidder. Beim Öffnen des „Mini-Therapiezentrums“ in Form eines Kaninchenstalls bietet sich ein wahrlich süßer Anblick: mehrere Zwergwidder mit naturfarbenen Fell gucken mit mümmelnden Nasen zu ihrem Züchter. Wenn Dieter Bittermann Besuch hat, der gestresst ist, setzt er bei Bedarf schon mal eines seiner Kaninchen auf den Schoß. „Das Streicheln entspannt“, ist sich der Ovelgönner sicher.

Tiere mit ruhigem Wesen

Als Dieter Bittermann drei seiner Tiere aus ihren Boxen holt und nebeneinander drapiert, bleiben sie still sitzen. „Sie haben ein ruhiges Wesen“, sagt Bittermann. Keine Frage, dass er auch überzeugt ist, dass sich das auch auf den Menschen überträgt. Die Arbeit mit den Tieren halte ihn jung, sagt der 66-Jährige.

Seit 37 Jahren züchtet Dieter Bittermann Kaninchen und seit 2000 ist er erster Vorsitzender des Ovelgönner Kaninchenzuchtvereins. Zwergwidder, die er im Moment hat, seien aufgrund ihres Aussehens eine Moderasse. Schlappohren, der runde Kopf und kleine Körper des Tieres erfreuen sich großer Beliebtheit. Im Schnitt hält er immer um die 20 Tiere und hat Zuchtfreunde in ganz Deutschland. Trotzdem gibt es eine Sache, die dem Vorsitzenden des Ovelgönner Zuchtvereins Sorgen bereitet: es gibt immer weniger Züchter.

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Viele Vorurteile

Auch mit einigen Vorurteilen hat Bittermann zu kämpfen. „Wir werden als Kaninchenzüchter oft belächelt, weil wir keine großen Tiere wie Pferde oder Kühe züchten.“ Doch das ist dem Ovelgönner egal. Ein Kaninchen zu halten, heiße – etwa auch für Kinder – Biologie aus erster Hand zu erleben und zu verstehen, wie man sich um Tiere am besten kümmert.

Als Kaninchenliebhaber kennt Bittermann auch Videos einer Tierschutzorganisation, die heimliche Filmaufnahmen einer Angorakaninchenpelzfarm in China zeigt. Darauf zu sehen, Angorakaninchen, die auf einer Bank gestreckt fixiert sind. Die Tiere „schreien“, während ihnen das Fell gerupft wird. „Ja, das tut natürlich weh. Wir kennen so ein Vorgehen hier in Deutschland nicht, dass diese Angorawolle gerupft wird. Damit können wir uns als organisierte Züchter nicht identifizieren.“ Es sei zwar richtig die Wolle der Kaninchen regelmäßig zu „ernten“ jedoch kenne er dies nur mit einer Schermaschine.

Verkauf der Kaninchen

Die meisten seiner Kaninchen verkauft Dieter Bittermann. Sollte mal vorkommen, dass ein Kaninchen übrig bleibt, springt auch schon mal ein Braten für den Züchter heraus. Das Schlachten der Tiere sollte jedoch ordnungsgemäß gemacht werden. „Von Videos, die auf YouTube kursieren, halte ich absolut nichts. Dafür braucht man keine Zuschauer“, erklärt der 66-jährige Bittermann.

Die Arbeit mit seinen Tieren mache ihm unheimlich viel Spaß, sagt Dieter Bittermann. Ein Highlight sei die Bundesschau 2015 gewesen. Dort hat eines seiner Tiere für sein Aussehen von einem Kampfrichter 98 von 100 möglichen Punkten bekommen. „Das macht natürlich stolz“, sagt Bittermann.

Tatiana Gropius Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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