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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

NIEDERSACHSENTAG: Keine Alternativen zum Deichbau

03.05.2008

Vier angebote mit 170 Teilnehmern

Mit dem Klimawandel befassten sich sieben Vorträge in den „Weserterrassen“. Während Klaas-Heinrich Peters nach Alternativen zum Kleiboden fragte, widmete sich Dr. Jörn Hildebrand von der Fachgruppe Natur- und Umweltschutz des Niedersächsischen Heimatbundes (NHB) den Salzwiesen und ihrem Lebensraum. Kleiabbau in Salzwiesen war das Thema von Kirsten Heinzel und Christof Martin. Die Rechtslage bei der Kleigewinnung in geschützten Salzwiesen thematisierte Professor Dr. Hans Walter Louis, NHB-Fachgruppe Natur- und Umweltschutz.

Rund 20 Teilnehmer hatten sich für das Thema „Archive zwischen Vereinen und Kommunen“ angemeldet. Der Archivar des Rüstringer Heimatbundes, Wolfgang Engelhardt, sowie Heddo Peters führten durch das RHB-Archiv. Im Anschluss gab es einen Erfahrungsaustausch im Museum Nordenham.

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40 Teilnehmer informierten sich bei einer Busfahrt über Nordenhams Industrie- und Kulturgeschichte. Das Thema Plattdeutsch lockte ebenfalls 40 Teilnehmer ins Hotel am Markt.

Die Küste lässt sich noch schützen. Für den Ausbau der Deiche wird Kleiboden benötigt.

Von Ulrich Schlüter

Nordenham Der Klimawandel stand im Fokus der Fachveranstaltung „Klima, Küste, Klei – Küstenschutz contra Naturschutz“ beim 89. Niedersachsentag, der anlässlich der Stadtgründung Nordenhams vor 100 Jahren an der Unterweser stattfand. Rund 70 Teilnehmer folgten den Ausführungen von acht Referenten am Freitagnachmittag in den „Weserterrassen“.

Was den Menschen hinsichtlich des Klimawandels bevorsteht, verdeutlichte Professor Dr. Hans von Storch, Direktor des Instituts für Küstenforschung in Geesthacht. Der Wandel sei nicht mehr aufzuhalten, betonte der Referent. Die Temperaturen sowie der Wasserstand der Weltmeere würden stetig ansteigen. Bis zum Ende dieses Jahrhunderts sei ein Anstieg des Meeresspiegels um 18 bis 59 Zentimeter prognostiziert. Im Bereich der Nordsee würden die starken Winde bis 2100 zudem um 10 Prozent zunehmen, betonte der Wissenschaftler. Die Unsicherheiten bezüglich solcher Prognosen seien indes erheblich, bekräftigte er.

Mit dem Klimawandel ist auch ein Anstieg der Sturmfluthöhen verbunden. „Wir müssen uns auf so etwas einstellen“, sagte er. Denn die Folgen seien frappierend: verstärkte Tidendynamik, Verlust des Deichvorlands, Probleme bei der Be- und Entwässerung. Schreckensszenarien wie der Untergang Emdens oder Bremens einzig und allein aufgrund der Angaben von Meereshöhen aufzuzeigen, sei purer Unsinn. „Wir haben unseren Küstenschutz“, merkte er an.

Dass es um die 600 Kilometer langen Deiche in Niedersachsen besser bestellt sein könnte, berichtete Leenert Cornelius, Vorsteher des II. Oldenburgischen Deichbandes. Es seien noch 540 Millionen Euro für ganz Norddeutschland erforderlich, um die Deiche den neuen Bedingungen anzupassen. Die Hälfte der Summe entfiel auf Niedersachsen. 140 niedersächsische Deichkilometer müssten erhöht werden. Ein weiteres Problem: Bundeswehrsoldaten und Helfer stünden nicht mehr zur Verfügung, wenn Sandsäcke bei einem Deichbruch gefüllt werden müssten. Es sei nicht mehr so leicht, der Gefahr entgegenzuwirken.

Hanz Dieter Niemeyer von der NLWKN-Forschungsstelle Küste machte deutlich, dass die Arbeit seit 1953 Früchte trage. „Wir sollten beim linienhaften Küstenschutz bleiben“, sagt er. Mit den bestehenden modernen Deichen, wobei drei Prozent der Wellen den Deich überlaufen könnten, wie niederländische Forschungen zeigten, sei der Küstenschutz sicherzustellen. Auf die Notwendigkeit von Klei beim Deichbau verwies in diesem Zusammenhang Klaas-Heinrich Peters vom NLWKN in Brake.

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