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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Keine Perspektive weit und breit

16.08.2013

Brake Die Ideen waren bestechend. Sie hatten nur einen entscheidenden Haken: die finanzielle Umsetzbarkeit. An dieser Hürde sind bislang alle Konzepte für eine neue Nutzung des maroden Wasserturms in Hammelwarden gescheitert. Und so bleibt es dabei: Das Wahrzeichen Hammelwardens bröckelt vor sich hin, ohne dass ein Investor, der den Turm mit Leben erfüllen könnte, auch nur ansatzweise in Sicht wäre. Das bestätigen auf Nachfrage die Stadt Brake ebenso wie Eigentümer Martin Wenderoth.

Konzepte entwickelt

Unter der Überschrift „Viele Ideen – keine Investoren“ hatte die NWZ  zuletzt am 23. Oktober 2012 über den Wasserturm berichtet. Ein Jahr zuvor hatten Studenten des Fachbereichs Architektur der Jade-Hochschule Nutzungsideen für den Wasserturm entwickelt und die Zukunft des denkmalgeschützten Gebäudes in den schönsten Farben gezeichnet. Ihre Ideen reichten von einer Nutzung als Wohnraum über den Ausbau zum Hotel oder Restaurant bis hin zur Wellnesseinrichtung. Auch Konzepte für eine Nutzung des Turms für kulturelle Zwecke, als soziale Anlaufstelle oder als Klettertreff hatten die Studenten entwickelt.

Inzwischen haben sich all diese Ideen als Luftschlösser entpuppt. Das Gebäude sei sehr prägnant, deshalb rufe es auch immer wieder Interessenten auf den Plan, sagt Eigentümer Martin Wenderoth aus Nordrhein-Westfalen. Doch alle Versuche von Investoren, den Turm einer neuen Nutzung zuzuführen, seien spätestens dann gescheitert, wenn es an die Aufstellung des Business-Plans ging. Anders ausgedrückt: Alle Ideen scheiterten an der Finanzierung. Martin Wenderoth glaubt, dass das nicht zuletzt auch mit der wenig exponierten Lage Brakes zu tun hat. Er sei mit seinem Latein vorerst am Ende, räumt der Eigentümer des Turms ein.

Zu einem in Brake heiß diskutierten Thema war der Wasserturm im Herbst 2010 geworden, nachdem sich Anlieger darüber beschwert hatten, dass sich aus der Fassade des Gebäudes bei Sturm immer wieder Gesteinstrümmer lösten und auf ihre Grundstücke krachten. Wenderoth hatte daraufhin mehrfach den Monumentendienst nach Brake geholt, dessen Fachleute den Turm untersuchten – und ihm einen schlechten Zustand bescheinigten. Im November 2011 hatte Wenderoth über die Spitze des Turms ein Netz ziehen lassen, um auf diese Weise weiteren Steinschlag zu verhindern.

„Turm ist sicher“

„Im Moment ist der Turm aus unserer Sicht sicher“, sagt Matthias Wenholt, Bauamtsleiter der Stadt Brake. Der Zustand werde regelmäßig seitens der Stadt kontrolliert. Vor den ersten Herbststürmen soll das Gebäude erneut in Augenschein genommen werden. Mit Wenderoth stehe die Stadt in Kontakt; sie werde ihn gegebenenfalls auffordern, weitere Sicherungsmaßnahmen vorzunehmen. Ein Abriss des Wasserturms, so Wenholt, stehe aktuell nicht zur Debatte. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte: „Eine Perspektive gibt es nicht.“

Den Sachverhalt bestätigt Bürgermeister Roland Schiefke: Unterlassungen seien dem Eigentümer nicht vorzuwerfen. Als Privatmann könne man ihn aber nicht zwingen, mehr als Sicherungsmaßnahmen vorzunehmen.

Detlef Glückselig
Butjadingen
Redaktion Nordenham
Tel:
04731 9988 2204

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Jade-Hochschule | Monumentendienst

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