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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

LERNEN: Kinder heben den Schatz der Alten

16.03.2007

BLEXEN Die Kinder kommen regelmäßig ins Altenheim. Sie können dort viel lernen.

Von Henning Bielefeld BLEXEN - Die Zusammenarbeit zwischen dem Kindergarten Blexen und dem evangelischen Altenzentrum „To Huus achtern Diek“ wird immer enger. Erst gestern waren die 30 Kinder aus dem letzten Kindergartenjahr zu Gast in dem Seniorenheim, um dort zusammen mit den Bewohnern kleine Schafe zu basteln, die in Blumensträuße gehängt werden können.

Diese Bastelstunde war Teil des Projekts „Vom Schaf zur Wolle“, das Kindergarten und Altenzentrum gemeinsam verwirklichen. Zwei weitere Projekte sind in diesem Kindergartenjahr schon abgeschlossen worden, sagt die Kindergarten-Leiter Bärbel Freudenberg-Müller: „Von der Milch zum Käse“ und „Rund um den Apfel“.

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„Wir arbeiten seit etwa fünf Jahren mit dem Altenheim zusammen“, sagt Bärbel Freudenberg-Müller. Bis vor einem Jahr beschränkte sich diese Zusammenarbeit aber weitgehend darauf, dass die Kinder von Zeit zu Zeit ins Seniorenheim gingen – etwa um zu backen, zu basteln oder zu tuschen. Zum Erntedankfest und zu Weihnachten feierten sie gemeinsame Gottesdienste mit den Bewohnern. Jetzt ist die Projektarbeit hinzukommen. Ansprechpartner des Kindergartens ist Stefan Schreiber, der Pflegedienstleiter des vom Diakonischen Werk betriebenen Altenzentrums.

Inzwischen treffen sich ganz Junge und ganz Alte einmal im Monat, während der Projekte oft sogar einmal in der Woche. „Die Kinder bekommen durch den regelmäßigen Kontakt ein viel natürlicheres Verhältnis zu alten Menschen“, sagt Bärbel Freudenberg-Müller. „Zwar haben fast alle Kinder Großeltern – aber die sind oft 50 bis 60 Jahre alt, arbeiten und sind aktiv und mobil. Nur wenige unserer Kinder kennen Menschen, die 80 Jahre und noch älter sind.“

So lernen die Kinder im Altenheim Rücksicht zu nehmen auf Menschen, die nicht mehr ganz so beweglich sind. Sie rennen nicht, bewegen sich achtsam und lernen die Regeln der Höflichkeit gegenüber Älteren. Und auch die Bewohner des Altenheims freuen sich über den Kontakt zu den Kindern: Oft sprechen sie noch lange nach dem Besuch über das Erlebnis oder erinnern sich an Begebenheiten aus der eigenen Kindheit.

Auf der anderen Seite können die Kinder viel von der älteren Generation lernen. „Ein alter Mensch ist wie eine Bibliothek“, sagt Stefan Schreiber. „Die Erzählungen und Erfahrungen dieser Generation sind ein enormer Schatz.“

Kinder folgen dem Weg vom Schaf bis zur Wolle

Zum Auftakt des Projekts „Vom Schaf zur Wolle“ sahen die Kinder im Altenheim einen Film zu dem Thema aus der „Sendung mit der Maus“. Dann zeigte ihnen der Kirchenälteste Herbert Dannemeyer, wie ein Spinnrad bedient wird. Die Pastorenfrau Petra Gädicke demonstrierte Häkeln und Stricken, und alle Kinder, auch die Jungen, machten es nach. An der Moorseer Mühle – dort werden Schafe gehalten – lernten sie Wolle zu filzen. Letzter Termin ist am nächsten Freitag ein Besuch in der Deichschäferei Tettens.

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