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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Rückbau: Atomkraftgegner verlassen das Forum

19.03.2018

Kleinensiel /Brake Ohne atomkritische Stimmen ist am Donnerstagabend im Kreishaus in Brake das Forumstreffen zum Rückbau des Kernkraftwerks Unterweser fortgesetzt worden. Für die Bürgerinitiative Aktion Z, den Arbeitskreis Wesermarsch und die Biologische Schutzgemeinschaft Hunte-Weser-Ems kritisierte der Kreistagsabgeordnete Jürgen Janssen, der Landkreis Wesermarsch setze die für diese Informationsveranstaltungen vom Land Niedersachsen gewährten Mittel von 75 000 Euro ein, um die Positionen und Interessen der Preussen-Elektra zu befördern.

Noch ein Bürgerdialog am 26. mai in der Markthalle

Der dritte und letzte Bürgerdialog zum Rückbau des Kernkraftwerks Unterweser (KKU) ist für Sonnabend, 26. Mai, in der Markthalle vorgesehen.

Von 14 bis 18 Uhr geht es um die Nachnutzung des KKU-Geländes in Kleinensiel.

Die Bürgerdialoge in der Markthalle richten sich an Bürger, die keine Fachkenntnisse zu den Themen Kernkraft und Rückbau haben, aber gern verständlich über die komplexe Materie informiert werden wollen.

Die drei Foren im Kreishaus waren Informations- und Diskussionsveranstaltungen für regionale Interessengruppen mit anspruchsvollen Vorträgen.

„Für diesen Prozess stehen wir nicht mehr zur Verfügung“, stellte Jürgen Janssen klar. Zusammen mit Friedrich Haubold, Karsten Langbehn und Hans-Otto Meyer-Ott verließ er anschließend aus Protest den Sitzungssaal.

„Bürger nicht erreicht“

Der Kreis, der die Firma Prognos AG mit der Organisation der sechsteiligen Veranstaltungsserie beauftragt hat, habe das Geld ausgegeben, ohne den eigentlichen Zweck, die Bürgerinnen und Bürger in der Wesermarsch zu informieren, zu erreichen. Die Beteiligung der Öffentlichkeit sei mehr als überschaubar gewesen. „Man hat also die Bevölkerung mit dem gewählten Verfahren nicht erreicht“, stellte Jürgen Janssen fest.

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Beiträge kritischer Wissenschaftler habe es nicht gegeben, obwohl Information erst durch das Gegenüberstellen verschiedener Meinungen entstehe, sagte Janssen. „Dies war augenscheinlich nicht erwünscht.“ So sei nicht einmal versucht worden, dem Vorschlag des Arbeitskreises Wesermarsch zu folgen, den Sachverständigen Dr. Werner Neumann zum Thema Deponierung einzuladen.

Kreisbaudezernent Matthias Wenholt widersprach der Kritik am Ende der Veranstaltung. Kritische Stimmen seien nicht ausgeschlossen worden, betonte er. Schöner wäre es sicherlich gewesen, wenn mehr Bürger das Informationsangebot genutzt hätten.

Kein Widerstand

In seinen Ausführungen zur Anlagensicherheit stellte Thomas Mandrysch von der Konzernzentrale der Preussen-Elektra fest, dass das Unternehmen beim Rückbau viele Erfahrungen gemacht habe, auf die es in Kleinensiel zurückgreifen könne. Auch die Technik sei umfangreich erprobt. Das Personal werde ständig geschult, denn deren Sachkunde müsse nachgewiesen werden. Für die Sicherheit der Beschäftigten sorge der Strahlenschutz. Außerdem gebe es ständige arbeitsmedizinische Untersuchungen der Arbeitskräfte.

Wie ein Rückbau vonstatten geht, berichtete Markus Wentzke, Leiter des Kernkraftwerks Würgassen im Kreis Höxter. Seit August 2014 ist die Anlage an der Oberweser von radioaktiven Stoffen befreit. Nur noch die Betriebsgebäude sowie zwei Zwischenlager sind vorhanden. Widerstände gegen den Rückbau und gegen die Einlagerung von freigemessenen Abfällen auf Deponien habe es nicht gegeben. Dieser Hinweis löste bei den Anwohnern der Deponie Käseburg, auf der Abfälle aus dem KKU entsorgt werden sollen, Verwunderung aus. Sie wehren sich dagegen und warfen dem Landkreis Wesermarsch vor, die Öffentlichkeit darüber nicht informiert zu haben.

Dr. Michael Knaack vom TÜV Nord betonte, der Rückbau von Kernkraftwerken könne sicher gehandhabt werden. Das KKU-Gelände werde danach Kinderspielplatz-Qualität haben.

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