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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Für Schwach- und Mittelradioaktive Abfälle: Kleinensieler Zwischenlager „Luna“ an Bund weitergereicht

18.04.2020

Kleinensiel Die Preussen-Elektra hat das am Kernkraftwerk Unterweser gebaute Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle „Luna“ am Freitag betriebsbereit an die staatliche Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) übergeben. Damit betreibt die BGZ nun alle drei Zwischenlager in Kleinensiel.

Kapazität: 4200 Tonnen

Das „Lager Unterweser für Abfälle“ – so der vollständige Name des Luna – nimmt schwach- und mittelradioaktive Abfälle auf – etwa Schutzkleidung, Filtermaterial oder Anlagenteile aus dem Kraftwerksbetrieb oder dem Rückbau. 4200 Tonnen beträgt die Kapazität. Ab 2027 sollen die Abfälle an das Endlager Schacht Konrad bei Salzgitter abgegeben werden. Der Bau – er steht auf 128 Pfählen – hatte im März 2018 begonnen und sollte eigentlich schon im Oktober 2019 vollendet sein.

Verbaut wurde wasserundurchlässiger Beton, dem auch Hochwasser nichts anhaben Die Wände sind 85 Zentimeter dick, das Dach 50 Zentimeter.

Dr. Guido Knott, Vorsitzender der Preussen-Elektra-Geschäftsführung, würdigt das Zwischenlager Luna als „wichtigen Teil in der Entsorgungskette für die aus dem Rückbau entstehenden schwach- und mittelradioaktiven Abfälle.“ Damit sei es ein zentrales Element der Rückbaustrategie.

Gerd Reinstrom, der Leiter des KKU, ergänzt: „Wir hatten uns für die Errichtung des Luna einen ehrgeizigen Zeitrahmen gesetzt. Diesen konnten wir vor allem aufgrund der starken Auslastung einzelner Dienstleister nicht ganz einhalten. Dennoch ist die Errichtung und Inbetriebnahme in Summe erfolgreich über die Bühne gegangen und wir sind stolz, dass das Lager jetzt in Betrieb gehen kann.“

In der nächsten Woche soll der erste Container eingelagert werden. Er enthält Teile des Oberen Kerngerüsts des Reaktordruckbehälters.

„Betrieb ist sicher“

Leiter des Zwischenlagers Unterweser, zu dem alle drei Lager am KKU gehören, ist Christian Otter. „Dank unserer zuverlässigen und kompetenten Fachleute und der bewährten Technik bleibt der sichere Betrieb der Anlagen selbstverständlich auch in Zukunft gewährleistet“, verspricht Otter.

Grundlage für die Übertragung des Lagers an die BGZ ist das Entsorgungsübergangsgesetz. Darin ist unter anderem geregelt, dass die Zwischenlagerung von radioaktiven Abfällen und deren Finanzierung Aufgabe des Bundes ist. In diesem Zusammenhang hat Preussen-Elektra Anfang 2019 fünf ihrer Zwischenlager für hoch radioaktive Abfälle und zu Beginn dieses Jahres drei weitere Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle an die Gesellschaft für Zwischenlagerung an die BGZ übertragen – darunter jeweils eines in Kleinensiel.

Nach dem Gesetz sind die Betreiber der Kernkraftwerke für deren Stilllegung und Rückbau sowie für die Verpackung der radioaktiven Abfälle zuständig, während der Bund die Verantwortung für Zwischen- und Endlagerung übernommen hat.

Finanziert wird die Deponierung von der bundeseigenen Stiftung „Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung“. Die Kernkraftwerksbetreiber haben insgesamt 24,1 Milliarden Euro einbezahlt.

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