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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Letzte Brennstäbe verschwinden im Castor

26.04.2018

Kleinensiel Der Bau des Zwischenlagers Luna am Kernkraftwerk Unterweser (KKU) wird möglicherweise noch im April, spätestens aber Anfang Mai beginnen. Dieses Lager nimmt schwach- und mittelradioaktive Stoffe aus dem Rückbau der Anlage auf, der schon begonnen hat.

Rede vor Gästen

Das hat Kraftwerksleiter Gerd Reinstrom beim Jahresauftaktgespräch im KKU-Pavillon am Dienstagabend mitgeteilt. Dazu waren Politiker, Feuerwehr und Polizei gekommen. Die Halle wird 79 Meter lang, 28 Meter breit und 17 Meter hoch sein. Sie soll den Abfall aufnehmen, der wegen seiner Strahlung nicht mehr freigemessen werden kann und deshalb ins Endlager Schacht Konrad bei Wolfenbüttel gefahren werden soll, das aber noch nicht zur Verfügung steht.

Der Rückbau selbst hat schon im Februar begonnen, wenige Tage nach dem das niedersächsische Umweltministerium die Genehmigung erteilt hatte. Zunächst geht es darum, Platz zu schaffen für Pufferlager und das neue Reststoffbehandlungszentrum, das von 2019 bis 2021 gebaut werden soll und in dem das Material aus dem Kontrollbereich für die Deponierung vorbereitet wird.

Kühlkreislauf gestoppt

Auch der Kühlkreislauf ist inzwischen abgeschaltet, denn er wird nicht mehr gebraucht, seit am 25. Februar die Brennelementfreiheit erreicht wurde: Die letzten teilabgebrannten Brennelemente wurden in vier Castor-Behälter verpackt und dann in das Castoren-Lager auf dem KKU-Gelände geschafft.

Jetzt sind noch 87 Brennstäbe im Kraftwerk, davon etwa 50 defekte. Sie sollen in drei speziellen Köchern in einen Castor-Behälter gepackt werden. Dafür braucht das Unternehmen aber eine Genehmigung des Umweltministeriums, die es für Mitte des Jahres erwartet.

Anfang 2019 wird das Kraftwerk dann brennstofffrei sein. Der letzte Castor wandert auch in das Castoren-Lager, in dem dann 40 Behälter stehen werden.

Ebenfalls begonnen hat die Vorbereitung der Zerlegung und Demontage der Reaktorkerneinbauten. Alle Teile sollen auf eine Größe von maximal 80 Zentimetern verkleinert werden. Die Arbeiten finden mit speziellen hydraulischen Handkreissägen unter Wasser statt, das Strahlen abschirmt, sagte Gerd Reinstrom. Dieses Verfahren habe sich international bewährt. Den Auftrag hat ein Konsortium aus den Firmen Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS) und Westinghouse bekommen.

Zudem gibt das Unternehmen die drei Lager auf dem KKU-Gelände an den Bund ab: das Castoren-Lager am 1. Januar 2019 sowie das Lager Unterweser (LUW) und das Lager Luna – beide für schwach- und mittelradioaktive Stoffe – zum 1. Januar 2020. Dafür hat die Unternehmensmutter Eon dem Bund im vergangenen Sommer rund 10 Milliarden Euro überwiesen.

Henning Bielefeld
Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham
Redaktion Nordenham
Tel:
04731 9988 2203

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