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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Sichtbare Fortschritte beim Rückbau

01.10.2018

Kleinensiel „Es gibt zunehmend Phasen, in denen der Rückbau auch mal Spaß macht“, sagte Gerd Reinstrom. Voraussetzung dafür sei aber, dass man sich mit der Aufgabe des Standortes abgefunden habe. Der Leiter des Kernkraftwerkes Unterweser (KKU) in Kleinensiel hat zudem einen anhaltenden Motivationsschub in der gesamten KKU-Mannschaft festgestellt. Der Grund dafür sei, dass die Umsetzung jahrelang geplanter Maßnahmen jetzt Formen annimmt.

„Man sieht die Fortschritte auf den Baustellen“, verdeutlichte der Kraftwerkleiter. Über die informierten sich am Samstagmorgen rund 20 Landtagsabgeordnete, Kommunalpolitiker und Vertreter von Behörden und Verwaltungen sowie am Nachmittag einige interessierte Bürger. Sie waren der Einladung der Preussen-Elektra GmbH zum dritten Info-Tag im KKU gefolgt. Dabei gab es erstmalig die Gelegenheit, das im Bau befindliche Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Rückbauabfälle (Luna) in Augenschein zu nehmen.

Bislang 39 Castoren

Bereits seit dem 25. Februar ist das KKU brennelementefrei. Wie Gerd Reinstrom den Besuchern erläuterte. wurden die letzten teilabgebrannten Brennelemente in Castoren verladen und ins Zwischenlager gebracht. Dort stehen jetzt 39 Castoren. Ein 40. Castor wird erst im ersten Quartal des kommenden Jahres folgen. Er wird drei sogenannte Köcher mit einzelnen Brennstäben enthalten, die sich derzeit noch im Brennelementebecken befinden.

Nach der am 5. Februar erteilten ersten Stilllegungs- und Rückbaugenehmigung haben am 19. Februar die Arbeiten begonnen. Ein Schwerpunkt für die Maßnahmen in diesem und im kommenden Jahr bilden die Demontagearbeiten im Ringraum des Kontrollbereiches, um Platz für die Pufferlagerung und den späteren Aufbau des Reststoffbehandlungszentrums zu schaffen, berichtete der Kraftwerkleiter. Zudem sollen dann vorbereitende Arbeiten für die Demontage und Zerlegung der Reaktorkerneinbauten stattfinden.

Derzeit sind im KKU neben dem eigenen, rund 180-köpfigen Personal mehr als 180 Mitarbeiter von Fremdfirmen tätig. Diese Zahl werde in den nächsten zweieinhalb Jahren auf 250 anwachsen und in den folgenden zehn Jahren Bestand haben, so Gerd Reinstrom. Für den KKU-Rückbau sind 12 bis 14 Jahre veranschlagt.

Einzelnachweis noch 2018

Zum Thema Deponierung gab der Kraftwerkleiter bekannt, dass der sogenannte Einzelnachweis für die Deponie Käseburg derzeit erstellt und noch in diesem Jahr beim niedersächsischen Umweltministerium eingereicht werde. Das müsse den Nachweis durch Gutachter prüfen lassen und eine Entscheidung fällen. Die Deponie des Landkreises Wesermarsch in Käseburg ist für die Einlagerung des freigemessenen Bauschutts aus dem KKU-Abbruch vorgesehen, was zu erheblichen Protesten in der Bevölkerung und bei Kommunalpolitikern geführt hat.

Damit der Rückbau sicher und effizient vorgenommen werden kann, sind viele Funktionen der Kraftwerkstechnik weiterhin erforderlich. Aus diesem Grund muss zunächst eine Stillsetzung von Systemen erfolgen, die in der jeweiligen Phase des Restbetriebes nicht mehr benötigt werden. Hierüber informierte am Samstag Steffen Riesner, Fachbereichsleiter für den Restbetrieb, die Besucher im KKU. Die Außerbetriebnahme der nicht mehr benötigten Systeme muss der atomrechtlichen Aufsichtsbehörde angezeigt, gekennzeichnet und nach erfolgter Trennung dokumentiert werden.

Ähnliche Verfahrensschritte gibt es bei der Demontage aller Bauteile und bei der Reststoffbehandlung. Dabei sei eine lückenlose Nachverfolgung und Dokumentation des Materials zu gewährleisten, erläuterte Jochen Rotzsche, der den Fachbereich Rückbau leitet.

Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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