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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Schon 500 Tonnen Kernkraftwerk zerkleinert

01.03.2019

Kleinensiel Mit dem Rückbau des Kernkraftwerks Unterweser (KKU) geht es Schlag auf Schlag weiter: Mitte November hat das Unternehmen beim Umweltministerium in Hannover die zweite Abbaugenehmigung beantragt. Das sagte der Anlagenleiter Gerd Reinstrom am Mittwochabend beim Jahresauftaktgespräch des KKU.

Demontage unter Wasser

Bei dieser Abbaugenehmigung geht es um den Reaktordruckbehälter und dessen Betonmantel, den Bioschild. Die Genehmigung erwartet das KKU für Mitte 2020. Weil das Material relativ stark verstrahlt ist, wird es unter Wasser demontiert. Die Zeit bis zum Baubeginn wird für die Planung und die Genehmigung gebraucht. Das Material kommt in das Zwischenlager Luna, dessen Inbetriebnahme für den 1. Oktober geplant ist. Am 1. Januar 2020 geht es, wie berichtet, an die Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) über; diesen Übergang haben das Castoren-Lager und das Lager Unterweser (Luw) schon am 1. Januar 2019 absolviert.

Für die Übertragungen aller Zwischenlager hat Eon, die Mutter des KKU-Betreibers Preussen-Elektra (PEL), 10,3 Milliarden Euro überwiesen.

Baubeginn für das Luna, das schwach- bis mittelradioaktiven Abfall aus dem Rückbau aufnehmen soll, war im Mai 2018 mit der Pfahlgründung. 128 Betonpfähle, je 1,50 Meter dick und 33 Meter lang, tragen die Halle, die 78 Meter lang, 27 Meter breit und 17 Meter hoch sein wird. Für den Rohbau wurden insgesamt 15 550 Kubikmeter Beton und 1905 Tonnen Stahlbewehrung verbaut. Im Januar ist das Dach fertiggestellt worden.

Begonnen hatte der Rückbau im Februar 2018. Seitdem sind knapp 500 Tonnen Material zerkleinert und in bislang 1188 Mulden – Tragekästen aus Stahl – gepackt worden, die vorübergehend im Ringraum der Kuppel stehen.

Unter der Kuppel entsteht auch das Reststoffabfallbehandlungszentrum (RBZ), eine große Rückbaufabrik, die den gesamten Ringraum ausfüllen soll, also das Rund um den Fuß der Kuppel. Hier sollen die Stoffe nach ihrer Dekontamination auch freigemessen werden; möglichst viel davon soll in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt werden, betonte Gerd Reinstrom.

Was nicht freigemessen werden kann, wird im Luna eingelagert. Das wird 2032 voll sein, weil der nukleare Rückbau dann beendet ist. So lange sind die Arbeiten von außen nicht zu sehen. Danach beginnt der Abriss der konventionellen Gebäude, der weitere zwei Jahre dauern wird. Der Inhalt des Luna soll ab 2027 in das Endlager Schacht Konrad bei Salzgitter transportiert werden, das dann hoffentlich zur Verfügung steht.

Mehr Externe als eigene

Die Zahl der eigenen Mitarbeiter hat das KKU inzwischen auf 165 reduziert, 2021 sollen es nur noch 155 sein. Vor allem Schichtarbeiter mussten gehen. Dafür stieg der Anteil der Externen von einem Minimum bei etwa 30 vor zwei Jahren auf inzwischen 180.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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