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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Campingplatz nimmt weitere Hürde

15.02.2019

Kleinensiel Der geplante Campingplatz am Kleinensieler Strand hat eine weitere wichtige Hürde genommen: Die Kreisverwaltung hat die erforderliche Änderung des Flächennutzungsplans genehmigt.

„Damit besitzt ein möglicher Investor eine sichere Rechtsgrundlage für eine unternehmerische Entscheidung“, sagte Robby Müller vom Bauamt der Gemeindeverwaltung am Donnerstag auf Anfrage der NWZ. Wie berichtet, will die Gemeinde jetzt mit der Suche nach diesem Investor beginnen.

Neben einem gültigen Flächennutzungs- und Bebauungsplan fehlt aber eine weitere Voraussetzung: Zusätzlicher kostenloser Bodenaushub zum Auffüllen des Geländes auf 6,50 Meter über Normalnull. 80 000 Kubikmeter werden insgesamt gebraucht, 12 000 sind im vergangenen Sommer aus dem Aushub für das neue Zwischenlager am Kernkraftwerk Unterweser geliefert worden. Dafür erteilte die untere Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung eine Ausnahmegenehmigung. Allerdings war das Material so feucht, dass es mit dem vorhandenen Sand durchmischt werden musste, damit es ausreichend stabil ist, wie Robby Müller der NWZ erläuterte.

Ausschuss sieht sich um

Das restliche Material soll aus dem Aushub für den Offshore-Terminal Bremerhaven (OTB) kommen, dessen Planung einer aktuellen Gerichtsentscheidung zufolge aber nachgebessert werden muss, was zu weiteren Verzögerungen führen wird.

Am Mittwochnachmittag hatte sich auch der Infrastrukturausschuss des Rates auf dem acht Hektar großen Gelände umgesehen. Die Durchmischung von Sand und Erdaushub kam bei den Politikern nicht gut an. Auch die Kosten für die Rodung des Strauchwerks – die Ausschreibung hatte 30 000 Euro ergeben – stießen nicht gerade auf Beifall. CDU-Fraktionschef Günter Busch schlug vor, die Bäume für Privatleute zum Abholzen freizugeben. Die Ausschreibung werde seine Fraktion jedenfalls nicht mittragen.

Sein Fraktionskollege Walter Damken regte an, die Bäume bei den anstehenden Verschlichtungsarbeiten mit dem Bagger einfach unterzupflügen, um Geld zu sparen. Andrea Arens (Grüne) bezeichnete das Projekt insgesamt als „Fass ohne Boden“.

Rodung wird teuer

Auch Michael Sanders (FDP) gab im Namen der SPD/WPS/FDP-Mehrheitsgruppe zu, dass er angesichts dieser Kosten schon „heftig schlucken“ müsse. Aber jetzt müsse etwas passieren, damit auf der Fläche nicht weitere schutzwürdige Pflanzen gedeihen, für deren Entfernung anschließend eine erneute teure Kompensation erforderlich ist. Schon die Ausgleichsfläche für das ungewollt gewachsene und dann wieder abgemähte Schilf kostet die Gemeinde 69 000 Euro. Nur auf einer baumarmen und nivellierten Fläche kann der Bauhof zwei Mal im Jahr mähen.

Insgesamt hat die Gemeinde bisher knapp 271 000 Euro in das Vorhaben investiert, wie der Ausschuss erfuhr. Gut angelegtes Geld, findet Robby Müller. Er ist davon überzeugt, dass der ruhige und naturnahe Campingplatz an der Weser mit seinen 199 Stellplätzen sehr gut angenommen wird. Die Gemeinde müsse aber die Voraussetzungen dafür schaffen, dass er wirtschaftlich betrieben werden kann – ob von einem Käufer, einem Pächter oder einem von der Gemeinde beauftragten Verwalter.

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Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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