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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Gesundheit: Klinik: Personalbestand bereits am Limit

30.01.2015

Nordenham Der Betriebsrat der Helios-Klinik Wesermarsch in Nordenham widerspricht der Darstellung von Helios-Regionalgeschäftsführer Dr. Dr. Jan Leister, wonach in Nordenham noch immer ein Personalbestand für eine Klinik mit 150 Betten vorgehalten wird – bei jetzt nur noch 110 Betten.

Zusätzliches Argument

Wie berichtet, hatte Jan Leister dies als zusätzliches Argument für den beabsichtigten Stellenabbau ins Feld geführt. Als Hauptargument hatte er auf das Jahresdefizit von fünf Millionen Euro verwiesen. Damit die Klinik aus den tiefroten Zahlen herauskomme, müssten jährlich 1,5 bis 2 Millionen Euro Personalkosten eingespart werden.

In einem Gespräch mit der NWZ  hat der Betriebsrat dazu näher Stellung genommen.

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Laut Betriebsrat ist zutreffend, dass das Nordenhamer Krankenhaus früher 150 Betten hatte und jetzt nur noch 110. Für die 150 Betten waren 106 Vollzeitstellen in der allgemeinen Pflege zugewiesen worden. Bereits seit dem Jahr 2000 hat es jedoch einen kontinuierlichen sozialverträglichen Stellenabbau gegeben. Seit 2009 gibt es nur noch 79 Vollzeitstellen in der Pflege.

Jetzt wolle Helios zehn weitere streichen. Zu berücksichtigten sei dabei, dass sich die von den Krankenkassen bezahlte Pflegeleistung nicht aus der Bettenzahl errechnet, sondern aus den Fallpauschalen.

Wenn Helios jetzt dennoch weiteres Pflegepersonal abbaut, sind laut Betriebsrat Überlastungen und Gesundheitsgefährdungen bei den verbleibenden Mitarbeitern programmiert.

->  Arbeitszeitvorgaben können nicht eingehalten werden; eine Krankenschwester im Nachtdienst muss bis zu 40 Patienten versorgen;  Krankenfälle bei Mitarbeitern können nicht aufgefangen werden; körperliche Belastungen gehen über das gesunde Maß hinaus; Mitarbeiter werden häufer aus der Freizeit zum Dienst gerufen; psychischer Druck wächst.

->  In den vergangenen fünf Monaten gab es bereits 168 Präventionsanzeigen von Klinikmitarbeitern – jeden Tag also mindestens eine.

Neben den zehn Stellen in der Pflege sollen weitere in anderen Bereichen gestrichen werden. Der Betriebsrat hält die von der NWZ  veröffentlichte Gesamtzahl von 40 Stellen, die wegfallen sollen, für realistisch. Betroffen werden Küche, Information am Eingang, Service, Funktionsbereiche, Handwerk und Verwaltung.

Finanzielle Einbußen

Sozialverträgliche Lösungen können, so der Betriebsrat, für einige Mitarbeiter sicherlich interessante Angebote für ein vorzeitiges Ausscheiden bringen. Für andere aber nicht. In jedem Fall müssten die Betroffenen zudem finanzielle Einbußen hinnehmen.

Der Betriebsrat befürchtet, dass es am Ende doch zu betriebsbedingten Kündigungen kommen wird. Viele Mitarbeiter seien verunsichert, viele hätten Existenzängste.

Stellvertretender Betriebsratsvorsitzender Ralf Feierabend betont: „Für uns ist Stellenabbau kein unternehmerisches Konzept.“ Vorsitzender Wilfried Scherer fügt hinzu: „Die Einnahmen können nur durch ein besseres medizinisches Konzept nachhaltig verbessert werden.“

Regionalgeschäftsführer Jan Leister hatte auf Anfrage der NWZ  betont: „Wir sind frohen Mutes, dass wir den Stellenabbau ohne betriebsbedingte Kündigungen hinbekommen, ausschließen können wir sie aber nicht.“

Im Februar und März will Helios mit Mitarbeitern Einzelgespräche über Möglichkeiten eines vorzeitigen Ausscheidens führen.

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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