• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

GESUNDHEIT: Klinik will Vertrauen zurückgewinnen

16.12.2008

NORDENHAM Die Rhön-Klinikum AG will mehr Patienten in die Wesermarsch-Klinik ziehen. „Dazu müssen wir die Frage des Patientenrückgangs offensiv angehen“, sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Gesundheitsunternehmens, Gerald Meder, am Montag im Rathaus.

Dort machten Meder und das für die in Norddeutschland gelegenen Rhön-Kliniken zuständige stellvertretende Vorstandsmitglied Dr. Brunhilde Seidel-Kwem ihren Antrittsbesuch bei Bürgermeister Hans Francksen. Anschließend gingen sie in Gesprächen mit führenden Klinik-Mitarbeitern das Thema Patientenschwund an.

Wie der amtierende Verwaltungschef Norbert Nöster sagte, zählt die 137-Betten-Klinik pro Jahr gut 5700 Patienten. Damit es wieder mehr werden, will die Klinik neue Angebote machen sowie auf qualifizierte und motivierte Mitarbeiter setzen. Außerdem soll die apparative Ausstattung verbessert werden.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Vorbereitet werden die Veränderungen von einer Projektgruppe, die sich ebenfalls im Rathaus konstituierte. Ihr gehören alle Chefärzte, zwei Betriebsräte, die Pflegedienstleitung sowie Verwaltungs- und technische Leitung an. Das Gesundheitsunternehmen bringt „sechs oder sieben“ Fachleute dazu mit, sagte Meder.

Erstes Ziel sei es, den medizinischen Sachstand genau zu ermitteln. Dann solle es so schnell wie möglich an die Investitionen gehen. Wie berichtet, sollen rund 20 Millionen Euro in das Krankenhaus gesteckt werden – je zur Hälfte von der Rhön-Klinikum AG und vom Kreis oder Land.

Als größte Einzelinvestition benannte Meder einen zweistöckigen, etwa 600 bis 700 Quadratmeter großen Anbau, dessen Platz noch nicht festgelegt ist. Er soll die Intensivstation mit ihren sechs Betten aufnehmen sowie eine neue Intermediate-Care-Station mit zehn Betten, in der die nicht beatmeten Intensiv-Patienten rund um die Uhr versorgt werden. Die Planung wird das nächste Jahr in Anspruch nehmen, der Bau kann im Frühjahr 2010 beginnen, sagte Meder. Er werde 18 bis 20 Monate dauern. „Wir wollen die Sanierung in einem Guss – und nicht eine Baustelle für 20 Jahre“, sagte er weiter.

In der jetzigen Intensiv-Station werden vermutlich Facharztpraxen eingerichtet. „Wir sehen die Zukunft der Klinik als Gesundheitszentrum“, sagte Meder. Die neuen Eigner möchten, dass Ärzte aus der Region sich in der Klinik einrichten – entweder freiberuflich kooperativ oder als Angestellte. Dr. Brunhilde Seidel-Kwem ergänzt, dass es bereits mehrere Gespräche mit interessierten Fachärzten gegeben habe.

Angesichts des sich deutlich abzeichnenden Ärztemangels sei eine solche Kooperation zwischen Klinik und Fachärzten sowohl für die Rhön-Klinikum AG als auch für die Patienten eine viel versprechende Aussicht. Zudem spare es das Geld der Krankenkassen, wenn teure Spezialgeräte nur einmal angeschafft werden müssten und nicht für viele Arztpraxen.

Überlegt werde auch die Anschaffung eines Kernspintomographen, ergänzte Gerald Meder.

Das Unternehmen

Die Rhön-Klinikum AG sitzt in Bad Neustadt an der Saale in Nordbayern. Dort wurde das Unternehmen 1973 von Eugen Münch gegründet. Zunächst bewirtschaftete es ein Kur- und Therapiezentrum. 1984 eröffnete es – ebenfalls in Neustadt – eine Herz- und Gefäßklinik.

1989 ging es als erster deutscher Klinikbetreiber an die Börse. Hauptaktionäre sind die Familie Münch mit 16,8 Prozent, die Allianz mit 5 Prozent und mehrere in- und ausländische Fonds.

47 Kliniken mit insgesamt 33 000 Mitarbeitern gehören heute zum Unternehmen. Der Umsatz beträgt 2,1 Milliarden Euro.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
Rufen Sie mich an:
04731 9988 2203
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.