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Frantz Massenat verlässt die Baskets
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Frantz Massenat verlässt die Baskets

NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Kraftakt für altes Kaufhaus ist vollbracht

15.03.2017

Abbehausen Zumindest für die nächsten 20 Jahre droht dem historischen Kaufhaus in Abbehausen keine Baufälligkeit mehr. Die dringend nötige Sanierung der Gebäudehülle ist fast vollständig abgeschlossen und gewährleistet laut Architekt Thomas Schramm (44) diese Sicherheit. Dach, Fassade und Fenster des 1897 errichteten Wohn- und Geschäftshauses an der Butjadinger Straße sind entsprechend den Vorgaben des Denkmalschutzes erneuert worden. Zu den Restarbeiten gehört der Neuanstrich des Gebäudesockels.

Mächtig stolz

„Als die letzten Teile des Baugerüstes abgebaut wurden, war ich schon mächtig stolz“, bekennt Eigentümerin Tanja Schiller. „Der berühmte Stein vom Herzen fällt mir allerdings erst, wenn alle Fördergelder ausgezahlt sind“, fügt sie auf Nachfrage hinzu.

Die 44-Jährige ist die einzige Tochter des im Februar 2009 verstorbenen letzten Inhaber-Kaufmanns Elmer Freese. Sie arbeitet als Projektassistentin in der Offshore-Branche in Bremerhaven.

Das Inventar des historischen Kaufhauses stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und ist vollständig erhalten. Den Laden im Erdgeschoss hat Tanja Schiller an Schwägerin Susanne Schiller verpachtet, die hier erfolgreich ein Geschäft mit Haushaltswaren, Handarbeitsabteilung und Bastelartikeln führt. Der Museumsteil des Hauses beginnt an der hinteren Tür im Laden und ist an den Museums-Förderverein verpachtet.

Für Tanja Schiller als Privateigentümerin war es ein großer Kraftakt, die Finanzierung hinzubekommen, denn ihr standen nur geringe Eigenmittel zur Verfügung. Architekt Thomas Schramm gibt zu, bei Beginn der Planungsarbeiten im Jahr 2013 nicht geglaubt zu haben, „dass daraus überhaupt etwas werden kann.“

Doch Tanja Schiller schaffte es sogar, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit ins Boot zu holen. Diese bundesweit renommierte Stiftung bewilligte 68 000 Euro und förderte erstmals die Bewahrung eines historischen Kaufhauses. 4000 Euro kamen von der Oldenburgischen Landschaft, weitere 4000 Euro von einer LzO-Stiftung. Noch abgerechnet werden muss das Projekt für die Auszahlung von 92 540 Euro, die aus dem Leader-Programm der Europäischen Union bewilligt worden sind.

Harter Schlag

Auch einen harten Schlag konnte Tanja Schiller dank Aufstockung der Fördermittel durch Leader und Deutsche Stiftung Denkmalschutz wegstecken: Die Gesamtkosten erhöhten sich von 170 000 auf 188  000 Euro. Denn: Überraschend hatte sich herausgestellt, dass die Festigkeit des Holzkerns der aus dem Jahr 1897 stammenden Holzfenster angegriffen war. Eine aufwendigere Restaurierung der Rahmenprofile wurde nötig.

Nach dem ersten Bauabschnitt ist vor dem zweiten Bauabschnitt zur Sanierung des historischen Kaufhauses. Nach der Instandsetzung der Gebäudehülle stehen jetzt die Wiederherstellung des historischen Balkons sowie im Haus die Erneuerung der Elektro-Installation sowie der Innentüren und des Innenanstrichs an. Tanja Schiller hofft, dass dieser letzte Bauabschnitt in absehbarer Zeit gelingen wird. Voraussetzung ist aber, dass auch dafür die nötigen Fördergelder gewonnen werden.

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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