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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Milchwirtschaft: Kühe ganzjährig auf der Weide

09.07.2015

Ovelgönne /Jade /Dublin Irland ist eine grüne Insel. Davon hat sich jetzt eine 40-köpfige Gruppe von Milcherzeugern, Molkereivertretern und Beratern – auch aus der Wesermarsch – überzeugt, die von Ovelgönne aus zu einer sechstägigen Fahrt in das EU-Mitgliedsland gestartet war.

Organisator dieser Fachexkursion ist das Grünlandzentrum Niedersachsen/Bremen in Ovelgönne. Dr. Arno Krause, Geschäftsführer, nennt das Anliegen dieser Reise: „Als Grünlandzentrum sind wir am Erhalt unseres Grünlandes interessiert. Das funktioniert dann am besten, wenn wir das Grünland wirtschaftlich nutzen können, und dazu gibt es kein besseres Tier als die Kuh“. Zudem zeige sich, dass die Weidehaltung von Milchkühen die gesellschaftlich am besten verankerte Haltungsform sei. „Betriebe, die ihre Kühe auf die Weide schicken, müssen damit aber auch Geld verdienen können“, so Krause weiter.

Und hier kommen die Iren ins Spiel. Auf der grünen Insel, die zu weiten Teilen aus Grünland besteht, müssen die Farmer aus dem Gras möglichst viel Milch erzeugen, Maissilage gibt es hier nicht.

Viele Anregungen

Weidehaltung von Milchkühen ist in Irland weit verbreitet. „Wir können das irische Weidehaltungssystem sicher nicht auf unsere Standorte übertragen, aber wir können von dieser Reise einige Anregungen in unsere Betriebe mitnehmen“, sagt Krause im NWZ -Gespräch.

Das Grünlandzentrums lässt zurzeit in einem Forschungsprojektes in über 60 Praxisbetrieben Daten zum Systemvergleich Milch (Vergleich von Stallhaltung und Weidehaltung) erheben und arbeitet über das Projekt Weideland Niedersachsen an einem Label für Weidemilch.

Erste Station der landwirtschaftlichen Besuchergruppe aus Niedersachsen war die Greenfield Dairy Farm in der Nähe von Kilkenny. Vor sechs Jahren hatte eine landwirtschaftliche Kooperation damit begonnen, den ehemaligen Ackerbaubetrieb zu einem reinen Grünlandbetrieb mit Milchviehhaltung umzustrukturieren. Die über 300 Kühe, eine Kreuzung aus Jersey, norwegischem Rotvieh und Holstein Friesen, leben von Ende Januar bis Mitte Dezember auf der Weide.

Insgesamt stehen der Farm 121 Hektar Grünland, aufgeteilt in etwa 30 Einzelweiden, zur Verfügung. Pro Weide grasen die Milchkühe je nach Grasaufwuchs 24 bis 36 Stunden, danach werden sie umgeweidet. Einen großen Stall sucht man hier vergebens. Wie Abigail Ryan, die Betriebsleiterin erklärt, kalben 90 Prozent der Kühe, die kleiner als unsere Holstein-Friesen-Kühe sind und gut 4000 kg Milch (überwiegend) aus Grundfutter geben, im Frühjahr innerhalb von sechs Wochen im Freien ab. Im Winter werden sie auf einem Paddock gehalten und stehen trocken – werden nicht gemolken. Lediglich der Melkstand ist überdacht.

Erlösprobleme

Bei ihrem Gang über die langen, gut befestigten Treibewege zwischen den Weiden haben die deutschen Landwirte viele Fragen an die irische Berufskollegin, die aufzeigt, dass in diesem Jahr aufgrund des gesunkenen Milchauszahlungspreises der Gewinn auch in ihrem Produktionssystem gegen Null sinkt.

Hans-Carl Bokelmann Jade/Ovelgönne / Redaktion Brake
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