• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Küstenschutz bleibt Kraftakt

04.11.2016

Butjadingen /Wesermarsch Mit Deichen, sagt Burchard Wulff, sei es wie mit der Renovierung eines alten Hauses. „Wenn man hinten fertig ist, kann man vorne wieder anfangen.“ Soll heißen: Für den Vorsteher des II. Oldenburgischen Deichbands und seine Mitstreiter reißen die Arbeiten, die zu erledigen sind, damit die Menschen in der Wesermarsch sicher leben können, nicht ab. Entsprechend fällt auch das Fazit von der Herbstdeichschau aus, die am Donnerstag über die Bühne ging: Die Deiche seien „im Großen und Ganzen in einem guten Zustand“, sagte Burchard Wulff. Doch es bleibe weiterhin viel zu tun.

15 Millionen Euro hat der II. Oldenburgische Deichband in diesem Jahr verbaut – 10 Millionen davon kamen vom Land, 5 Millionen Euro musste der Deichband vorstrecken, um alle notwendigen Maßnahmen angehen oder weiterführen können. Wie viel Geld im nächsten Jahr zur Verfügung stehen wird, ist noch offen. Das wird der Deichbau erst im Februar erfahren.

Die zurzeit größte und kostenintensivste Baustelle haben die Deichschützer im Bereich Wapelersiel (Gemeinde Jade) vor der Brust. Unter anderem muss dort das Mündungsschöpfwerk saniert werden. Östlich von Wapelersiel ist ein rund 600 Meter langer Abschnitt des Deichs begradigt worden. Jährlich werden in diesen Bereich 5 Millionen Euro fließen – und das voraussichtlich bis zum Jahr 2021.

Am Fedderwarder Deich hat der Deichband in diesem Jahr einen 800 Meter langen Weg für die Abfuhr von Treibsel gebaut, der vom Langwarder Groden bis nach Fedderwardersiel führt und inklusive Deckwerk so gut wie fertig ist. Außerdem ist in Beckmannsfeld der Treibselabfuhrweg bis in Höhe Stollhamm verlängert worden. Die Betondecke ist fertig, das Deckwerk soll im nächsten Jahr ergänzt werden. Abschließen können wird der Deichband dieses Thema damit aber noch nicht. Ein Weg zur Treibselabfuhr fehlt noch auf dem Abschnitt bis hoch zum Schwimmenden Moor in Sehestedt.

Treibsel ist ein Problem, das den Deichband mit jeder neuen Sturmflut wieder einholt. Anzahl und Stärke der Sturmfluten bestimmen darüber, wie viel Treibsel anfällt. „Das Aufkommen ist nicht zu prognostizieren“, sagt Kreisbaudezernent Matthias Wenholt, in dessen Zuständigkeit auch die Deiche fallen. In Folge des Sturmtiefs Xaver waren am 6. Dezember 2013 gewaltige 40 000 Kubikmeter Treibsel angespült worden – die größte Menge, die in der jüngeren Vergangenheit jemals anfiel. 35 Kilometer Zäune wurden durch die Treibselmassen beschädigt.

Detlef Glückselig
Butjadingen
Redaktion Nordenham
Tel:
04731 9988 2204

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.