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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Kurz legt Gespräche mit Öl-Firma auf Eis

01.08.2015
Frage: Herr Kurz, nach unseren Recherchen gibt es einige Ungereimtheiten rund um das 39-Millionen-Projekt Alsoil.
Kurz: Das ist richtig. Ich recherchiere auch bereits seit einigen Tagen zu Fragen, die mich im Zusammenhang mit dem Projekt sehr bewegen. Als Ergebnis daraus habe ich den Verantwortlichen am Freitag mitgeteilt, dass ich die Zusammenarbeit vorerst ruhen lassen will.
Frage: Welche Fragen haben Sie umgetrieben?
Kurz: Nachdem sich die Alsoil-Vertreter bei mir mit ihrer Idee vorgestellt haben, hatte ich grundsätzlich ein gutes Gefühl. Das Projekt klang überzeugend, innovativ, passend zur Stadt.
Frage: Was ist dann passiert?
Kurz: Ich habe versucht herauszufinden, wer hinter der Firma steckt. Dabei bin ich…
Frage: …auf Jörg von Sachsen gestoßen.
Kurz: Richtig. Bei einem Projekt dieser Größenordnung ist es wichtig, dass man durchschaubare Strukturen und seriöse Geschäftspartner hat.
Frage: Und daran haben Sie Zweifel?
Kurz: Soweit will ich nicht gehen. Ich habe den Herren mehrere Fragen zur Klärung mit auf den Weg gegeben. Unter anderem wollte ich einen verlässlichen Finanzierungsplan sehen. Es war zum Beispiel die Rede von europäischen Fördergeldern. Ich wollte den Förderbescheid sehen. Außerdem hat mich die Gesellschafterstruktur der neu zu gründenden Firma interessiert. Ich wollte auch wissen, welche Rolle der angebliche Prinz von Sachsen dabei spielt.
Frage: Haben Sie Antworten bekommen?
Kurz: Nein, leider nicht. Den vereinbarten Termin für eine Bürgerversammlung haben die Herren auch nicht bestätigt. Das hat mich dann dazu veranlasst, die Zusammenarbeit zunächst aktiv nicht weiter zu verfolgen. Jetzt müssen die Vertreter liefern. Erst dann beschäftige ich mich wieder mit dem Großprojekt.
Frage: Haben Sie den Alsoil-Mitarbeitern verraten, dass sie bis vor kurzem noch Polizist waren? Denn jetzt haben Sie ja fast wieder ein wenig ermittelt...
Kurz: Nein, habe ich nicht. Im Übrigen, wer etwas über mich wissen will, der kann das leicht im Internet erfahren. Mein bisheriger Beruf kommt mir in solchen Fragestellungen sicherlich auch etwas zugute. Als Bürgermeister bin eben auch dazu da, gegebenenfalls einen Schaden von der Stadt und ihren Einwohnern abzuwenden.
Frage: Sie hatten sich aber zunächst in der NWZ  positiv über das Vorhaben geäußert.
Kurz: Ich bin auch nach wie vor begeistert, wenn jemand kommt, und er mit uns und bei uns etwas Großes vorhat, keine Frage. Wir sind nicht investorenfeindlich, ganz im Gegenteil. Es muss nur alles seine Richtigkeit haben.
Frage: Die Hammelwarder haben sich schon große Sorgen gemacht, als sie von der Ansiedlung einer Raffinerie gehört haben.
Kurz: Es ist schade, dass das Vorhaben bereits zu einem so frühen Zeitpunkt aus der Vertraulichkeit des Rates an die Öffentlichkeit gegeben worden ist. Das hat meine Arbeit, das Unternehmen auf Seriosität zu prüfen, extrem erschwert. Jetzt waren plötzlich die Bürger aufgeschreckt. Das hätte vermieden werden können, wenn ich die Chance gehabt hätte, nach Abschluss meiner Arbeit gezielt zu informieren.

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Tobias Schwerdtfeger Leitung / Regionalredaktion
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