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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Prozess: Landwirt zerstört Storchennest

01.12.2010

BERNE Weil er vorsätzlich ein Storchennest zerstört hat, muss ein Landwirt aus Berne eine Geldstrafe von 2000 Euro zahlen. Dieses Urteil des Amtsgerichtes Brake wurde am Dienstag vom Oldenburger Landgericht bestätigt.

Der neun Meter hohe Mast mit dem Storchennest stand auf einer Weide, die der Angeklagte gepachtet hatte. Das Nest war dem 60-Jährigen aber ein Dorn im Auge.

Keine Erlaubnis

Er bekam vom Eigentümer der Weide und vom Berner Gemeinderat aber keine Erlaubnis, den Storchenhorst zu entfernen. Dann griff der Angeklagte zur Selbsthilfe. Mit seinem Sohn riss er den Storchenhorst Anfang April ab, obwohl zu dieser Zeit dort ein Storchenpaar Eier ausbrütete. Der Betreiber der Storchenpflegestation hatte das beobachtet und Fotos von dem zerstörten Nest und den zerstörten Eiern angefertigt. Bei den Tieren handelt es sich um Weißstörche, ihre Art ist streng geschützt. Damit fallen sie unter das Naturschutzgesetz.

Geschützte Wildtiere

Das Storchenpaar, deren Nest zerstört worden ist, gehöre zur angrenzenden Storchenpflegestation und sei somit nicht mehr als wild einzustufen, meinte der Anwalt.

Doch das Gericht zeigte sich skeptisch. Fakt sei, dass es sich bei Weißstörchen um streng geschützte Wildtiere handele, so der Vorsitzende Richter.

Angeklagter gibt Tat zu

Der Angeklagte selbst räumte das Fällen des Storchenhorstes ein. Das Nest sei aber nicht bewohnt gewesen. Das Gericht war anderer Meinung. Das sei eine Zerstörung eines bewohnten Nestes. Das Landgericht verwarf somit die Berufung des Angeklagten gegen das Braker Urteil.

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