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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Landwirte befürchten Nachteile

20.12.2013

Eckfleth Der mögliche Status „Weltkulturerbe Moorriem“ stand beim Frühschoppen mit der kleinen Weihnachtsfeier des Landvolkvereins Bardenfleth zwar nicht im Mittelpunkt. Das Thema bewegte die rund 20 versammelten Mitglieder im Eckflether Kroog am Donnerstagvormittag dennoch. Das dörfliche Leben sei durch die Diskussion gestört, die Unruhe sei da, hieß es.

Bürokratische Hürden

Wie berichtet, setzt sich der Verein für die Erhaltung Moorriems seit geraumer Zeit dafür ein, den Siedlungsraum als Unesco-Weltkulturerbe anerkennen zu lassen. Doch die Landwirte sind skeptisch und fürchten, dass mit einer möglichen Anerkennung viele bürokratische Hürden verbunden seien, die eine Bewirtschaftung der Ländereien, noch stärker als bisher, reglementieren könnten. Das Wasser- und Wegenetz sollte beispielsweise weiter ausgebaut, Windkraft- oder Biogasanlagen errichtet werden können, wurde angemerkt.

Kritisch sehen die Landwirte auch die Vorteile, die mit dem Weltkulturerbe-Status verbunden sein könnten, speziell den Fremdenverkehr betreffend: „Vom Tourismus kann man in Moorriem nicht leben“, hieß es. Es bliebe kein Gast im Dorf, um eine Woche zu übernachten.

Über das Prozedere wurde gleichfalls informiert. So könnten Privatleute und Vereine einen entsprechenden Antrag bei der Unesco stellen, der Landkreis und die Stadt Elsfleth müssten Stellungnahmen dazu abgeben. Aus dem Land Niedersachsen dürften jährlich jedoch nur zwei Vorschläge eingereicht werden, bislang sei bezüglich Moorriem aber noch nichts geschehen, wurde Entwarnung gegeben. Dass das Dorf nur weiterleben würde, wenn die jungen Leute dablieben, merkte der Vorsitzende Holger Gloystein an, der wie seine Kollegen die Landwirtschaft in der bisherigen Form durch eine Anerkennung des Siedlungsraums Moorriem als Weltkulturerbe gefährdet sieht. Die Landwirte wollen die weitere Entwicklung abwarten.

Angesprochen wurden unter anderem noch der derzeit gute Milchpreis und die Junglandwirte-Fördrung, die allerdings nur von unter 40-Jährigen in Anspruch genommen werden könnte, die noch keinen Betrieb übernommen hätten. Auch Termine wurden angekündigt. So soll bei einer Versammlung der Landvolkvereine am 15. Januar über Versicherungen informiert werden, am 5. März gibt es einen Vortrag über die Vermeidung von Antibiotika in der Milchviehhaltung.

Kreislandvolk wählt

Die Versammlung des Kreislandvolks findet am 23. März in der Markthalle Rodenkirchen statt. Ein neuer Vorsitzender soll dann gewählt werden. Peter Cornelius werde nicht wieder kandidieren, heißt es.

Ulrich Schlüter
Elsfleth
Redaktion Brake
Tel:
04401 9988 2320

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