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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Weservertiefung: Landwirte kritisieren Generalplan

23.12.2015

Brake Wo heute noch Rinder westlich der Bundesstraße 212 (Harrier Wurp) weiden, könnte bald ein 20 Meter breiter Kanal die Felder durchschneiden. Das jedenfalls sehen die Pläne für den Generalplan Wesermarsch vor, die Burchard Wulff, Vorsitzender des 2012 gegründeten Planungsverbandes und Vorsteher des II. Oldenburgischen Deichbands, auf Einladung des Landvolkverbands Hammelwardermoor am Dienstag auf dem Hof von Detmer Haye vorstellte.

Viel Feinarbeit nötig

Rund 30 Millionen Euro sind laut Burchard Wulff, der sich der Diskussion stellte, für den zu bauenden Kanal veranschlagt worden. Er sei nicht ganz einverstanden mit der Trassenführung, merkte er an. Es sei noch sehr viel Feinarbeit zu leisten. „Wir müssen einen Plan zur Genehmigungsreife vorlegen“, sagte Burchard Wulff dennoch.

Mit weitaus höheren Kosten rechnen die Landwirte, die sowohl den Generalplan als auch die Weservertiefung kritisierten. Vom Käseburger Siel aus bis Ovelgönne sei der Kanal sieben Kilometer lang. Die zu bebauende Fläche betrage 28 Hektar, sagte Landwirt Heiko Holthusen, der ebenfalls betroffen wäre, sollten die Pläne umgesetzt werden. Der Kanal würde auch mitten durch seine Weiden führen. „Wie soll das funktionieren?“, fragten sich auch andere Landwirte, Grundstückseigentümer und Pächter.

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Entlang der Bundesstraße 212 verläuft eine Gasleitung. Der Generalplan sieht laut Burchard Wulff vor, dass der Kanal möglichst nah an der B 212 bis zu 40 Meter entfernt von der Gasleitung vorbeigeführt wird. Aus gutem Grund, wie die Landwirte betonten. Denn die zurzeit vorgelegte geplante Trasse führt durch ein Gelände mit einer Kleidicke von nur zehn bis 20 Zentimetern. „Darunter ist Torf“, sagte ein Teilnehmer. Sie befürchten, dass der Boden dem Druck das Wassers nicht standhalten wird. Doch neben der Bundesstraße ist die Kleischicht wesentlich mächtiger, so dass dort ausgebaggert werden könnte. Das müsse alles erst noch geprüft werden, beschwichtigte Burchard Wulff. „Die genaue Trassenführung liegt nicht vor.“

Niedriges Gebiet

Das Gebiet südlich von Brake, westlich der Bundesstraße 212, gehört zu den niedrigsten in der Wesermarsch und liegt teilweise unter dem Meeresspiegel. Es dient bei heftigen Regenfällen auch als Stauraum. Durch den Kanal, der die Felder durchschneiden würde, stünden große Flächen nicht mehr zur Verfügung mit der Folge, dass Brake Probleme bekäme.

„Wir wollen die Tiere weiden“, betonte Heiko Holthusen gegenüber der NWZ . Mehrere Brücken müssten gebaut und Wege angelegt werden, damit die Landwirte ihre Ländereien nach dem Kanalbau auch erreichen könnten. Die angedachte Lösung, die nördliche Wesermarsch mit weniger salzhaltigem Tränkewasser zu versorgen, werde teuer. „Die Kosten sollten die Verursacher und die Nutznießer der Weservertiefung tragen“, war der einhellige Tenor.

Zu dem Treffen war auch die SPD-Landtagsabgeordnete Karin Logemann eingeladen worden. Man sei noch in der Planungsphase. „Es ist wichtig, dass ihr gehört werdet“, sagte sie.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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