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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Mitten drin im Abenteuer Natur

14.06.2018

Langwarden Als die 26 Mädchen und Jungen der Kinder-Uni-Reihe „Kiwi – Kinder wissen mehr!“ auf dem Parkplatz am Langwarder Deich aus dem Bus stiegen, wussten sie noch nicht so wirklich, worauf sie sich bei dieser Exkursion in den Groden eingelassen hatten. Eine steife Brise wehte ihnen ins Gesicht – und irgendwie war es nach so vielen herrlichen Sommertagen auch empfindlich kalt. Als Dr. Anika Seyfferth vom Nationalpark-Haus Fedderwardersiel ihnen Becherlupen und Ferngläser in die Hand drückte, wurden die Mini-Studenten allerdings schon neugierig. Schließlich konnten sie die Ferngläser ja auch umdrehen – und dann sah man alles ganz weit weg.

Beim Blick vom Deich fielen ihnen zunächst die vielen Kühe sowie das riesige Containerschiff vor der Silhouette Bremerhavens auf – und die Dixi-Klos. Doch dann ist da ja auch noch Wasserbecken mit dem „Küstenschutzmodell“: Mit Schwengelpumpen konnten die Kinder Wasser ins Becken laufen lassen und dann durch sanften Druck auf eine Rolle kleinere Wellen und große Sturmfluten simulieren.

„Schaut mal mit dem Fernglas da oben den Vogel an. Wer kann ihn beschreiben?“, fragte Dr. Anika Seyfferth. Und unvermittelt waren plötzlich alle mitten drin im Abenteuer Natur. Vor den Kindern lagen 140 Hektar Groden: Salzwiesen, Watt und Priele in einer im Jahr 2014 als Ausgleichsfläche für den Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven (wieder-)erschaffenen Naturlandschaft. Durch die Öffnung des Vordeichs auf einer Länge von 915 Metern hat man hier das regelmäßige Ein- und Auslaufen von Salzwasser mit der Tide wieder ermöglicht. Der aufmerksame Besucher erlebt so hautnah die spannende Entstehung einer neuen, ursprünglichen Fauna und Flora.

Spätestens in dem Augenblick, als die Kinder den hölzernen Erlebnispfad betraten, gab es für sie kein Halten mehr. Von hier hatten sie einen herrlichen Blick über den gesamten Groden. Sie guckten rechts, schauten links, hockten sich hin und entdeckten krabbelnde Käfer, kleine Spinnen, Wurzelläuse, Schmetterlinge und andere Insekten. Die beiden Begleiterinnen von Nordenham Marketing & Touristik (NMT) und Tourismus-Service Butjadingen (TSB), Annika Ahrens und Melanie Schmidt, hatten alle Hände voll zu tun, die Kinder einigermaßen zusammenzuhalten.

„Schau mal, ein toter Krebs,“ rief der neunjährige Steen und zeigte das Tier stolz auf seiner Handfläche herum. „Oh ja, hier sind auch welche,“ riefen andere. Dr. Anika Seyfferth gesellte sich zu den einzelnen Grüppchen und erzählte über den einzigartigen Lebensraum Groden mit Andelgras, Portulak, Rotschwingel und Strandaster. Man müsse nur einen kurzen Moment still verharren, dann kämen viele Tierchen aus ihren Verstecken, versprach sie.

Dann schnitt Anika Seyfferth vorsichtig einen Halm vom Queller ab. Dies sei die einzige Pflanze, die Salzwasser zum Leben braucht und das Salz im Stängel ablagert, erklärte sie und reichte kleine Stückchen als Kostprobe weiter. Beeke (9) und Anni (10) waren begeistert: „Schmeckt ja echt wie Salzwasser!“

Die KiWi-Kinder waren so fasziniert, dass es unmöglich war, den ganzen Rundweg abzulaufen. Da der Bus wartete, mussten sie nach einer Stunde auf halber Strecke kehrt machen.

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