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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Leben zwischen Haferbrei und Oberhau

12.11.2008

LMWERDER Der Startschuss für die Konfirmandenprojekte ist ja bereits am letzten Sonntag im Oktober gefallen. Aber erst jetzt haben Pastorin Ute Mehlhorn, Adda Reinken, Anke von Seggern, Andy Mehlhorn sowie dessen Freundin Ann-Cathrin Schulz zusammen mit 20 Vorkonfirmanden in der Pastorei Altenesch eine Reise ins Mittelalter unternommen. Erstmals dabei waren übrigens auch Konfirmanden aus Warfleth.

„Komm’ mit in die Zeit um 1234“ hieß das sechsstündige Konfirmandenprojekt, in dem die Mädchen und Jungen Heimatgeschichte einmal richtig erleben und sich in die Zeit zurückversetzen konnten. Eine Zeit, in der die Stedinger Bauernfamilien dem Kreuzritterheer des Bremer Erzbischofs Gerhard und seinen Verbündeten gegenüber standen – und besiegt wurden.

Wie war es denn damals im 13. Jahrhunder? Was gab es zu essen? Wie hat man geschrieben und gekämpft? Gehüllt in zeitgemäße, zum Teil selbst geschneiderte Gewänder suchten drei Konfirmandengruppen nach Antworten.

Und das mit allen Sinnen: So roch es in der Pastorei schon nach kurzer Zeit herrlich nach Haferbrei, Schweineragout mit Trockenpflaumen, Brötchen und Bratapfel. In das Leben der Kreuzritter gaben Andy Mehlhorn und Ann-Cathrin Schulz einen kleinen Einblick, indem sie den Mädchen und Jungen einfache Schwertkampftechniken wie zum Beispiel den „Oberhau“ oder das „Abtropfen“ erklärten.

Beide Betreuer sind bekennende Mittelalter-Fans und verbringen viel Freizeit im Verein der „Freien Söldner zu Oldenburg“.

Die dritte Gruppe übte im Scriptorium das Schreiben des „Paternoster“, dem lateinischen Vaterunser, mit einer Gänsefeder. Der Rest der Gruppe griff zu Nadel und Faden und nähte einen einfachen Beutel. Schließlich kannte man zu der Zeit keine richtigen Taschen.

Neben diesem spannenden Geschichtsprojekt stehen bis zum ersten Advent noch viele weitere Konfirmandenprojekte auf dem Plan. So will man u. a. einen Ausflug in die Dunkelheit unternehmen und das Unsichtbare entdecken – um nachzuempfinden, wie Menschen ohne Augenlicht über die Runden kommen. Was verbirgt sich hinter der Seemannsmission in Brake? Welche Zeichen begegnen uns in der Kirche, in der Bibel und im Glauben? Welche Lebensumstellungen erfahren Menschen, die nicht wie andere tagsüber sondern in der Nachtschicht arbeiten müssen? Insgesamt 16 Projekte stehen zur Auswahl.

Besonders spannend dürften auch die „Kirchennacht“ und die „Liturgische Nacht“ werden. Schließlich wollen die Mädchen und Jungen jeweils eine Nacht in der Altenescher und der Warflether Kirche verbringen.

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