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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

„Lebensmittelgeschäfte sind ganz wichtig“

07.06.2012

BRAKE Eine klare Absage haben die Braker am Mittwoch der Idee erteilt, die Fußgängerzone für den Autoverkehr zu öffnen. Das ist ein Ergebnis der vielen Gespräche, die die NWZ -Redakteure Torsten Wewer und Detlef Glückselig an der Rollenden Redaktion auf dem Wochenmarkt zum Thema Innenstadt geführt haben. Viele Passanten sind der Meinung, dass die Mieten in der Einkaufsmeile gesenkt werden sollten. Außerdem sei es dringend erforderlich, in der Innenstadt wieder einen Lebensmittelmarkt anzusiedeln, wenn Aldi seine dortige Filiale schließt.

Hans Barkowski (78) ist der Meinung, dass kaum eine andere Stadt so viele kostenlose Parkplätze in der Innenstadt anbietet wie Brake. Auch vor diesem Hintergrund hält er eine Freigabe der Fußgängerzone für den Autoverkehr für unsinnig. Radfahrer hingegen sollten die Einkaufsmeile passieren dürfen, meint Barkowski und denkt dabei nicht zuletzt an die vielen Radtouristen, die Brake besuchen. Eine interessante Idee hat der Rentner für den Bahnhof. Statt es zum Rathaus zu machen, sollte man das Gebäude für eine Markthalle mit Geschäften und Cafés nutzen. Das würde sich belebend auf die gesamte Innenstadt auswirken, so der 78-Jährige.

Auch Annegret Imken (68) und Oskar Kuchelmeister (76) sind der Meinung, dass Autos in der Fußgängerzone nichts zu suchen haben, Radfahrer dort aber verkehren dürfen sollten. Als ein „Riesenproblem“ bezeichnen die beiden Braker das Aus für Aldi. Unbedingt müsse wieder ein Lebensmittelmarkt her. Annegret Imken und Oskar Kuchelmeister meinen außerdem, dass der Binnenhafen mit Sitzgelegenheiten, Geschäften und vielleicht auch einem Café aufgewertet werden und an die Innenstadt angebunden werden sollte.

Die Eigentümer der Immobilien in der Innenstadt sollten mit den Mieten runtergehen, meint Gisela Hopp (91). Das findet auch Raimund Zimmermann (69) und denkt sogar noch ein Stück weiter: Existenzgründern würde der Start erleichtert, wenn Eigentümer beispielsweise das erste Jahr ganz auf Miete verzichteten. Holger Gerdes (50) findet, dass hier im Zweifelsfall die Stadt gefragt wäre und mit Subventionen einspringen müsste. Eine „Finanzspritze“ für Existenzgründer hält Marita van Atteveld (66) ebenfalls für sinnvoll. Sie wünscht sich zudem mehr Fachgeschäfte in der Innenstadt. „Gardinen oder Schrauben bekommt man nicht“, vermisst sie spezielle Angebote. Dadurch könnte die Innenstadt tatsächlich belebt werden, stimmt ihr Henning von Schele (44) zu.

Eine „Shop in Shop“-Lösung mit Fachgeschäften für die bald leer stehende Aldi-Immobilie regt Regina Götsch (76) an. Ein Fleischer, ein Gemüseladen und ein Bäcker sollten dort angesiedelt werden. „Lebensmittelgeschäfte, das ist ganz wichtig“, meint auch Elisabeth Lorenz (80). Sie denkt an die sozialen Kontakte, die vor allem Senioren verloren gingen, wenn sie nicht mehr in der Innenstadt einkaufen könnten. Dieser Meinung schließt sich Friedrich Gelhaar (75) an, der deshalb strikt gegen Autos in der Fußgängerzone ist.

Einen besseren Branchenmix wünscht sich Helga Arndt (73). Das verbesserte Angebot würde zu mehr Arbeitsplätzen führen. Eine weitere Maßnahme zur Innenstadtbelebung sieht sie in der Schaffung von mehr Wohnraum.

Mehr Bewohner in die Innenstadt zu holen, schlägt ebenfalls Barbara Klauß (61) vor. Insbesondere auf ältere Menschen zugeschnittene Wohnungen würden fehlen.

Diana Thiel (19) steht kurz vor ihrer Gesellinnenprüfung als Malerin und Lackiererin. Da hat sie natürlich einen besonderen Blick für die Fassaden in der Innenstadt. „Die sehen zum Teil einfach furchtbar aus“, findet die junge Frau und regt an, dass das Erscheinungsbild der Einkaufsmeile aufgepeppt wird. In diese Richtung argumentiert auch Heino Buerhoop (70), wenn er eine Überdachung der Innenstadt vorschlägt.

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Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
Rufen Sie mich an:
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Torsten Wewer Elsfleth / Redaktion Brake
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