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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Windparks: Lego für ganz große Jungs

30.05.2017

Düke /Kampen Bernd Oetken und drei seiner Nachbarn, mit denen er die Windpark Düke GmbH & Co. KG bildet, haben Mitte August allen Grund zum Feiern. Dann sollen zwischen Tossens und Ruhwarden die drei 2,3-Mega-Watt-Anlagen in Betrieb gehen, die das Quartett von der Auricher Firma Enercon errichten lässt. Die Fundamente sind fertig; zurzeit läuft die Anlieferung der Segmente für die Windräder. Nach Pfingsten soll die erste Anlage aufgebaut werden. In Kampen gehen die Arbeiten ebenfalls mit großen Schritten voran.

Derzeit wirbeln die Windparkbauer buchstäblich eine Menge Staub auf – die Schotterpiste, über die es zur Baustelle in Düke geht, ist knochentrocken. Schon aus der Ferne erkennt man fünf gewaltige, grün angestrichene Beton-Halbkreise: die ersten Segmente für den Turm der Anlage Nummer 3, die hier bald in die Höhe wachsen soll.

 2000 Kleinwagen

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Neben Bernd Oetken, Ralf Bode als Sprecher der Windpark Kampen GmbH & Co. KG sowie dem Enercon-Sicherheitsbeauftragten Michael Weismantel lässt auch Tim Fahnert den Blick über die Fläche schweifen, die in Kürze einen neuen Windpark darstellen wird. Der 27-Jährige, der an der Fachhochschule in Bremerhaven Ingenieurwesen mit Schwerpunkt Windparks studiert hat und jetzt seit anderthalb Jahren für Enercon arbeitet, ist in Düke wie auch in Kampen als Baustellenleiter eingesetzt.

Tim Fahnert zeigt auf das fertige Fundament für die Anlage 3, auf dem bald das Gewicht von 2000 Kleinwagen lasten wird. Um es zu erstellen, mussten 24 Betonpfähle bis zu 16 Meter Tief ins Erdreich getrieben werden.

Was im nächsten Schritt folgen wird, sei „ein bisschen wie Lego“, sagt der Baustellenleiter. 28 Betonsegmente werden bis zu einer Höhe von 53 Metern mittels eines Krans übereinander gestellt und im Inneren mit Spannstahlseilen wie man sie vom Brückenbau kennt stabilisiert. Die untersten Betonsegmente wiegen 37 Tonnen. Dann nimmt das Gewicht bis auf circa 25 Tonnen je Segment ab, da sich der Turm nach oben verjüngt, also konisch zuläuft.

 Auf Beton folgt Stahl

Und das ist erst die halbe Miete. Ist der Beton-Abschnitt geschafft, folgen drei stählerne Segmente – das erste 3,80, das zweite 28 und das dritte 21 Meter hoch. Dann wird der Turm seine volle Höhe von 106 Metern erreicht haben. Auf das oberste Segment wird schließlich das Maschinenhaus mit der Nabe und den Rotorblättern montiert. Jedes der Blätter ist 41 Meter langen, was einen Rotor-Durchmesser von 82 Metern ergibt. Diese Zahl findet sich auch in der Bezeichnung für die Anlagen wieder: E 82.

Der Bau jedes einzelnen Turms – in Düke sind es drei, in Kampen sechs – nimmt ein bis zwei Wochen Zeit in Anspruch. Die Arbeiten seien stark windabhängig, erklärt Tim Fahnert die Spanne. Die fertigen Anlagen werden eine Gesamthöhe von knapp 150 Metern aufweisen.

 Nächtliche Transporte

Von der Anlieferung der einzelnen Komponenten für die Windkraftanlagen werden die meisten Butjenter nicht ganz viel mitbekommen. Die Schwerlast-Transporter steuern die bewachten Baustellen in Kampen und Düke nachts an – begleitet von Polizei und einer auf solche Einsätze spezialisierten Privatfirma. Hergestellt werden die Komponenten bei Enercon in Emden und Magdeburg.

In Kampen werden zurzeit die Fundamente erstellt. Die dortigen sechs Anlagen – baugleich mit denen in Düke – sollen im September und Oktober in Betrieb gehen.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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