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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Uneinigkeit über Kita-Standort

12.11.2018

Lemwerder In Lemwerder werden mehr Krippenplätze gebraucht – soviel steht fest. Darüber, wo diese Plätze entstehen sollen, herrscht jedoch keine Einigkeit. Zur Diskussion stehen ein Modulneubau gegenüber der jetzigen Krippe an der Detmarstraße und der Ausbau der ehemaligen Grundschule -West.

Die Verwaltung hatte beide Standorte in einem Gutachten vergleichen lassen. Über einen Zeitraum von 30 Jahren gerechnet empfahlen die Wirtschaftsprüfer den Neubau in Modulbauweise als die günstigere Variante.

An diesem Ergebnis gibt es Zweifel. Harald Schöne und Werner Ammermann (beide FDP) und Brigitta Rosenow (Bündnis 90/Die Grünen) setzen sich weiterhin für den Umbau der Grundschule-West ein.

Dafür haben sie zwei Gründe. Zum einen halten sie die von der Gemeinde erwarteten Mehrkosten für den Betrieb einer Zweigstelle des Kindergartens für zu hoch gegriffen. Zum anderen hält die Gruppe das Grundstück an der Detmarstraße für ungeeignet. „Wir bebauen die letzte grüne Fläche im Ortszentrum für eine Kita, deren Außenfläche gerade einmal so ausreicht“, fasst Ammermann die Argumente zusammen. An der ehemaligen Grundschule-West hingegen gebe es große und naturnahe Außenflächen. Außerdem sei der Standort erweiterungsfähig.

Das sieht auch Brigitta Rosenow so. „Dort gibt es alten Baumbestand, Platz für einen kleinen Garten – im Ortskern ist gerade mal Platz für ein paar Spielgeräte“, sagt sie. Sie ist strikt dagegen, noch mehr Flächen mit Bebauung zu versiegeln, wenn es Alternativen gibt. „Außerdem gibt es in West die Möglichkeit, einen Parkplatz für die Eltern anzulegen. Für den Standort Mitte weiß noch niemand, wo das Personal und Eltern später parken sollen. Natürlich bringt ein neuer Parkplatz an der Grundschule erst einmal Kosten mit sich – aber hier im Ort wissen wir nicht einmal, wie wir es mit Geld machen sollen“, sagte sie.

Das Gutachten zur Wirtschaftlichkeit zu beiden Standorten sei von der Verwaltung als „streng vertraulich“ gekennzeichnet worden, sagen die drei Ratsmitglieder. Der Umbau der Grundschule West ist darin als mit 250.000 Euro günstiger aufgeführt als ein Neubau in Modulbauweise. Die Folgekosten für den Betrieb der zwei Standorte einer Kitaeinrichtung sorge jedoch über die nächsten 30 Jahre für höhere Kosten. Im Raum hierfür stehen 860.000 Euro, 32.000 Euro im Jahr.

Detailliert würden diese Berechnungen noch nicht vorliegen, kritisiert Schöne. Brigitta Rosenow hält die Zahl für „extrem zu hoch gegriffen“.

Eine Entscheidung über den Standort soll im Bauausschuss am 22. November fallen.

Friederike Liebscher Berne/Lemwerder / Redaktion Brake
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