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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Rotec-Gelände In Lemwerder: Neue Unternehmen werden an der Weser heimisch

13.10.2018

Lemwerder Seit Ende letzten Jahres steht die Produktion des insolventen Rotorenherstellers Carbon Rotec still. Seitdem hat sich auf dem großen Gelände an der Weser einiges getan.

Eine acht Hektar große Fläche hat die Bremer Gustav-Zech-Stiftung erworben. Die Zech-Group will dort ein Betonfertigteilewerk bauen. Und das bleibe wahrscheinlich nicht die einzige Produktion in Lemwerder, deutete ein Unternehmenssprecher an. Die Planungen für den Standort seien fast abgeschlossen.

115 Hektar Fläche befinden sich im Besitz einer Eigentümergesellschaft von Abeking & Rasmussen und der SGL Group aus Wiesbaden. Momentan sei das Gelände gut vermietet, sagt Dr. Erich Bischoff, Finanzvorstand bei Abeking & Rasmussen. Große Flächen nutzt derzeit ein Logistikunternehmen, um dort Neuwagen für den Verkauf zwischenzuparken. Die Autotransporter fahren dort fast täglich vor.

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Industriegelände mit Geschichte

Schon im Jahr 1936 wurden auf dem Areal an der Weser Flugzeuge für das Reichsluftfahrtministerium gebaut. 6850 Mitarbeiter waren dort zu Hochzeiten beschäftigt. 1945 wurde das Gelände von den Alliierten übernommen. Nachdem dort zunächst Getreide gelagert wurde, wurden ab 1957 wieder Flugzeuge gebaut.

Die Weser-Flugzeugbau stellte Komponenten für die F-85-Flugzeuge her. Hier wurde sogar die Transall gewartet.

1973 gab es die erste große Krise im Flugzeugbau Lemwerder, die Schließung konnte verhindert werden. 1989 übernahm die DASA das Gelände, 1993 stand das Werk erneut vor der Schließung. Nach der Rettung durch die Landesregierung entstand ASL. 2004 wird die Gesellschaft von EADS übernommen. Der Konzern verkündet die Schließung des Werks im Jahr 2010. Der direkte Nachbar SGL Rotec übernimmt das Gelände.

2014 zieht sich SGL Rotec aus Lemwerder zurück, Carbon Rotec übernimmt das Gelände. Die Firma stellt 2017 den Insolvenzantrag.

Zwei große Hallen auf dem Gelände sind außerdem an die Firma Fassmer vermietet, die dort Segmente für Windenergieanlagen baut. „Es sind außerdem Büroräume und auch kleinere Flächen vermietet“, erklärt Bischoff. Trotz der erfolgreichen Vermietungen plant die Eigentümergesellschaft weiterhin den Verkauf des Geländes. Die beteiligten Unternehmen haben kein strategisches Interesse an dem Gelände.

„Wir haben viele Anfragen von potenziellen Käufern“, sagt Erich Bischoff. Das Gelände sei einzigartig – Flächen dieser Größe seien nicht oft auf dem Markt, noch dazu mit eigenem Hafenzugang. Etwas besser vermarkten ließe sich das Areal, wenn in Zukunft durch den Wesertunnel der Anschluss an die Autobahn gegeben sei. Geeignet ist das Grundstück vor allem für Unternehmen, die viel Platz benötigen. Der Prozess für den Verkauf werde etwas Zeit brachen, so Bischoff. Man sehe aufgrund der guten Vermietung aktuell keinen Handlungsdruck. Und es gäbe natürlich auch Vorlieben für einen Käufer, der auf dem ehemaligen Rotec-Gelände eine Produktion aufbaut und damit Arbeitsplätze im Ort schafft. „Wir haben eine enge Verbundenheit zu diesem Standort“, sagt Bischoff.

Der Rotorblatthersteller Carbon Rotec hatte den Geschäftsbetrieb Ende vergangenen Jahres eingestellt. Die letzten 420 Beschäftigten mussten gehen.

Friederike Liebscher Berne/Lemwerder / Redaktion Brake
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