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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Wirtschaft: Ehemaliges Flughafengelände schnell erschließen

20.10.2017

Lemwerder Mit Bedauern hat die SPD Lemwerder den Abbau von mehr als 300 Arbeitsplätzen bei Carbon Rotec zur Kenntnis genommen und wünscht allen Betroffenen, dass sie möglichst schnell wieder einen Arbeitsplatz finden.

Für Lemwerder ist es nicht das erste Mal, dass Arbeitsplätze abgebaut werden. Ob 1993 bei Airbus oder fast genau zehn Jahre später bei ASL/Airbus – immer haben Großkonzerne sich strategisch neu ausgerichtet, ob sinnvoll sei dahingestellt. Besonders die Fortführung des Betriebes nach dem Arbeitskampf 1993 zeigte das deutlich.

Doch diesmal ist es anders! Hier muss ein privates Unternehmen Arbeitsplätze streichen, weil keine entsprechenden Folgeaufträge vorliegen, weil eine ganze Branche unter falschen politischen Entscheidungen ins Stocken geraten ist. Erst hat die ehemalige schwarz-gelbe Bundesregierung die Förderung der Windenergie gegen besseres Wissens erheblich reduziert, dann ist auf Druck der CSU aus Bayern die Energiewende insgesamt zurückgeschraubt worden: trotz Energiewende lieber der Erhalt von Kohle- und Atomkraftwerken im Süden.

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„Auch wir in Lemwerder haben das mit unserem Windpark zu spüren bekommen. Von 19 geplanten Anlagen sind gerade einmal fünf bis heute genehmigt. Der Grund, die Sicherheit des Flughafens Bremen sei nicht gewährleistet, ist vorgeschoben. Die unter Umständen betroffene Radaranlage ist völlig veraltet und wird eigentlich nicht mehr gebraucht“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat, Meinrad-M. Rohde. „Und die Prozesse um die Genehmigung laufen nach mehr als drei Jahren immer noch.“ Der jetzige Abbau von Arbeitsplätzen führe noch einmal vor Augen, „dass wir sehr schnell das ehemalige Flughafengelände erschließen müssen, um Unternehmen und damit neue Arbeitsplätze nach Lemwerder zu bekommen“. Rohde: „Grundlage dafür ist und bleibt die Osttangente.“

Torsten Wewer Kanalmanagement / Redakteur
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