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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

„Leuchtende Beispiele für viele andere“

07.03.2016

Elsfleth „Ohne ehrenamtliches Engagement kann die Gemeinschaft im Kleinen und die Gesellschaft im Ganzen nicht funktionieren“, sagte Prof. Dr. Ralf Wandelt, Dekan der Jade Hochschule, in seinem Grußwort auf dem Empfang von Oldenburgischer Landesbank (OLB) und Nordwest-Zeitung (NWZ) am Sonnabend auf dem Campus. Damit lieferte er die zutreffende Begründung für die diesjährige Auszeichnung der Menschen des Jahres 2015 in Elsfleth. Im Beisein von rund 80 Gästen wurden Ursula „Ursel“ Buse (69) und Uwe Oden (77) für ihr langjähriges Engagement geehrt (siehe Berichte unten).

Die Elsfletherin und der Elsflether des Jahres 2015 bekamen neben Blumen eine Ehrenurkunde, eine exklusive Ehrennadel aus Silber, einen Geldpreis und zusätzlich von Bürgermeisterin Traute von der Kammer eine Präsentschale mit Gutscheinen und Büchern überreicht.

Die Bedeutung des Ehrenamts werde auch den Studenten vermittelt, sagte Dekan Ralf Wandelt weiter. So müssten alle Studenten während ihrer Zeit in Elsfleth mindestens 50 Stunden Tätigkeit im sozialen Bereich nachweisen. „Bildung heißt für uns, nicht nur die fachliche Ausbildung, sondern auch die Persönlichkeitsbildung“, so Wandelt.

Ein Denkanstoß

Der mittlerweile zum fünften Mal in Elsfleth stattfindende Empfang hebe sich von anderen dadurch ab, führte Traute von der Kammer aus, dass mit der Auszeichnung von ehrenamtlich Aktiven regelmäßig ein Anstoß gegeben werde, darüber nachzudenken, wie wichtig diese Tätigkeit sei. „Meist ist es mehr Amt als Ehre, aber heute kehren wir das um, heute kommt die Ehre für das Amt ins Spiel“, sagte die Bürgermeisterin. Die Auszeichnung von Ursula Buse und Uwe Oden sei, „eine Auswahl gewesen, stellvertretend für viele“.

Zugleich erinnerte sie daran, dass in vielen Bereichen die ehrenamtliche Tätigkeit fast schon zur Pflicht geworden sei und „nicht mehr den Status der Freiwilligkeit habe“. Sie riet daher allen Aktiven, ihre Kräfte einzuteilen. „Passen Sie auf sich auf, man muss auch im Ehrenamt Grenzen zeigen und sagen: Bis hierhin und nicht weiter“, sagte von der Kammer.

Der Jury hatte zuvor bereits Ulrich Schönborn, Chef vom Dienst der Nordwest-Zeitung, für deren Entscheidung gedankt. „Sie hatte eine schwierige Aufgabe, sie musste aus tollen Beispielen zwei Kandidaten auswählen. Das ist gelungen“, sagte Ulrich Schönborn in seiner Begrüßung.

Als Mitglied der NWZ -Chefredaktion verwies Schönborn mit Blick auf die Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, darauf, dass die Berichterstattung über die Thematik „für uns eine Herausforderung ist“. Einerseits würde es eine unfassbare Bereitschaft zu helfen geben und andererseits sei die wachsende Sorge zu spüren, dass die stetig steigende Zahl von Flüchtlingen die Integrationskraft der Gesellschaft überfordern könnte.

Ausdrücklich lobte Schönborn die vielfältigen Anstrengungen auch in Elsfleth, den Schutz suchenden Menschen hilfreich zur Seite zu stehen. Ursula Buse beispielsweise ist unter anderem als „Patin“ im Einsatz.

Geben ist ein Gewinn

Gerd Wübbenhorst, Leiter der OLB-Filiale Elsfleth, hatte in seiner Ansprache Bundeskanzlerin Angela Merkel zitiert: „Durch ehrenamtliche Tätigkeit wird die Gesellschaft reicher“, warb auch er für eine „Kultur des Gemeinsinns“. Engagement für andere Menschen bereite nicht nur diesen eine Freude, meinte Wübbenhorst, sondern auch denjenigen, die sich engagieren. „Für sie ist Geben kein Verlust, sondern ein Gewinn.“

Den Geldbetrag, der zur Auszeichnung Mensch des Jahres gehört, wird Ursula Buse für die Anschaffung von Trikots für die ETB-Tischtennisjugend verwenden. Das kündigte sie noch auf dem Empfang an. Soviel Selbstlosigkeit schien Bürgermeisterin Traute von der Kammer geahnt zu haben: Sie hatte Ursula Buse bei der Auszeichnung „ermahnt“, die überreichten Gutscheine tatsächlich für sich zu verwenden.


Mehr Bilder unter   www.nwzonline.de/fotos-wesermarsch 
NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwzonline.de/videos/wesermarsch 
Torsten Wewer Elsfleth / Redaktion Brake
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