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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Lokale Betriebe bauen auf Nähe

23.07.2014

Elsfleth Mittwochmorgen halb zehn in Elsfleth: Es wird gehämmert und gebohrt, geschraubt und gefeilt. Hier sind fleißige Handwerker zu Gange – und Händler und Dienstleister. Endspurt. Denn am kommenden Wochenende öffnen sich die Tore der Stadthalle zur großen Gewerbeschau. „Der einzigen in der Wesermarsch“, sagt Rüdiger Curtius und schreitet mit einem Maßband in der Linken über das Außengelände.

Der stellvertretende Vorsitzende vom Gewerbe- und Handelsverein gehört zum Organisationsteam. Während im Zelt hinter der Halle die Mitarbeiter einer Delmenhorster Aufbaufirma gerade dabei sind, Stellwände zu errichten und Bereiche für 90 Aussteller abzustecken, macht der Elsflether seine exakt vermessenen Wünsche wahr: „Wir wollen den Leuten zeigen, dass wir da sind – dass es sich lohnt, beim Einzelhändler um die Ecke zu kaufen, statt im Internet zu bestellen“, sagt er. Die Messe hat der Gewerbe- und Handelsverein zum ersten Mal 1978 veranstaltet – schon damals mit dem Hintergrund, Händlern und Dienstleistern einen Raum zu geben. Den haben sie seitdem alle drei Jahre.

Besucher müssen da Geduld haben: „Früher gab es in allen Orten Gewerbeschauen. Heutzutage macht das keiner mehr“, sagt Rüdiger Curtius. Viele Vereine hätten sich aufgelöst. In der Organisation stecke viel Arbeit. Ein halbes Jahr laufen die Vorbereitungen des neunköpfigen Messeteams bereits. „Im Feierabend“, sagt der Werbetechniker. „Freizeitbeschäftigung. Aber wir tun was für den örtlichen Handel und halten die Kundenströme in große Einkaufszentren auf“, sagt Daniel Röhrl, der nicht nur einen Kaminofen-Outlet in der Stadt betreibt, sondern als Werbeausschussmitglied die Schau seines Vereins mit auf die Beine stellt. Verantwortlich ist der 32-Jährige auch für den Elsflether Weihnachtsmarkt, Verkaufsoffene Sonntage und Aktionen zur Wirtschaftsförderung.

Derzeit ist er täglich auf dem Stadthallengelände. Denn bevor ab Sonnabend Familien aus der ganzen Region ein Programm aus Information, Spiel und Genuss geboten bekommen, gibt es für alle Beteiligten viel zu tun. „Die heiße Phase kommt noch: Das Chaos bricht aus, wenn 90 Aussteller auf einmal mit ihrem Material durch sechs Eingänge wollen. Wie durch ein Nadelöhr“, sagt Daniel Röhrl. In diesem Jahr haben sich dreißig Prozent mehr Betreiber angemeldet. Die Meisten kommen aus der Region – einige von weit her. Ein Weingutbesitzer von der Mosel gehört dazu. „Alle planen besondere Aktionen“, sagt Rüdiger Curtius – „es gibt eine Carrerabahn, Fußballtore und wir machen eine Tombola, bei der der man Hubschrauberrundflüge gewinnen kann.“

Für den Busshuttle braucht niemand ein Los ziehen: Mehrmals täglich geht er von Nordenham und Lemwerder nach Elsfleth und zurück. Der Helikopter kreist an beiden Tagen über dem Gelände. Das Organisationsteam wird bescheiden im Auto anreisen. Für sie gibt es dafür eine Ausstellerparty am Sonnabend – mit Musik und Grillbüffet. In diesen Genuss kommen auch die Gäste: Neben Spanferkel und Spießbraten können sich Besucher auf Gebäck und Eis freuen. Für Kinder gibt es unter anderem eine Hüpfburg.

Luftsprünge macht das Organisationsteam, „wenn alles abgebaut und jeder zufrieden ist“. Rüdiger Curtius trägt neben der Schauleitung Verantwortung für einen eigenen Stand – genau wie sein Kompagnon. Bei all dem Aufwand: die wachsende Internetkonkurrenz aufhalten könnten sie nicht: „Aber zeigen, dass es nur im persönlichen Kontakt Service und Beratung gibt und Spezielles, Individuelles nicht per Mausklick“, sagt Rüdiger Curtius.

Außerdem: „Haben nur wir die Möglichkeit, sowas wie das hier zu veranstalten – online gibt’s das nicht.“

Lea Bernsmann
Redakteurin
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2106

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