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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

MEDIZIN: „Man muss Geduld haben“

03.09.2009

BRAKE Margret Stubbe traf es ohne Vorwarnung: Von einem Tag auf den anderen haben ihre Nieren vollständig versagt. Seitdem muss sie mehrmals in der Woche zur Blutwäsche in das Dialysezentrum Wesermarsch am St.-Bernhard-Hospital gehen – inzwischen seit 25 Jahren. Zu diesem besonderen „Jubiläum“ bekam die 73-Jährige jetzt vom Betreuungspersonal einen Blumenstrauß.

150 Dialysen pro Jahr

„Ich habe mich für die Dialyse entschieden, eine Nierentransplantation kam für mich nie in Frage“, sagt die Großmutter zweier Enkelkinder. Rund vier Stunden dauert es jedesmal, bis mit Hilfe moderner Medizintechnik alle Giftstoffe aus dem Blut gefiltert sind. „Man muss Geduld haben“, hat die Brakerin gelernt.

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Bei ungefähr 150 Dialysen pro Jahr ist ihr Blut bisher rund 3750 Mal über Schläuche aus dem Körper geleitet, gewaschen und anschließend wieder in den Körper geleitet worden. Etwa 80 Liter Blut werden in der Dialyse von Giftstoffen gereinigt. Der regelmäßige Aufenthalt im Dialysezentrum gehört für Margret Stubbe längst zum Alltag: „Mir geht es gut. Deswegen empfinde ich das nicht als Einschränkung“.

Fortschritt in der Technik

„Vor 20 Jahren war eine erfolgreiche Dialyse über fünf Jahre noch eine Seltenheit“, erklärt Dr. Frank Köhler (63), Leiter des Dialysezentrums. Ihr „Jubiläum“ verdanke Margret Stubbe den Fortschritten in der Medizintechnik: „Die Apparate sind schonender geworden, die Begleitmedikation hat sich entscheidend verbessert, Nebenwirkungen sind selten geworden“. Mit seinem Team betreut der Mediziner fast 40 Patienten an zehn Plätzen im Drei-Schicht-Betrieb.

Er rate zwar jedem Patienten, sich für eine Transplantation anzumelden, sagt Dr. Köhler. Aber ob sich ein Patient dann für eine Transplantation entscheide oder für die Dialyse, liege allein bei ihm. Wenn man keine weiteren Erkrankungen habe, schränke die Dialyse das Leben kaum ein, betont der Facharzt.

Margret Stubbe hat sich entschieden. Sie geht weiterhin regelmäßig ins Dialysezentrum: „Ich will leben. Ich bin neugierig und will sehen, was auf der Welt passiert. Und ich will meine Enkelkinder weiter aufwachsen sehen“.

Torsten Wewer Elsfleth / Redaktion Brake
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