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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Massives Höfesterben droht

13.02.2016

Rodenkirchen /Wesermarsch Der niedrige Milchpreis verhagelt die Stimmung auf den Bauernhöfen in der Wesermarsch. „Es fällt mir schwer, dem vergangenen Jahr etwas Gutes abzugewinnen – außer dem Wetter“, sagte Renke Harms, Fuchsberg, der Vorsitzende des Maschinenrings Wesermarsch, bei der Jahreshauptversammlung in der Markthalle.

Nach einem kalten Frühjahr wechselten extreme Hitze und Niederschlag einander ab – gute Voraussetzungen also für Pflanzenwachstum. Bis zu fünf Silageernten waren deshalb möglich. Auch der Mais gedieh prächtig, was aber die Preise verfallen ließ.

Doch der Milchpreis, den Renke Harms als ruinös bezeichnete, treibt die Landwirte in existenzielle Sorgen. Schlimmer noch: Eine Besserung ist bisher nicht abzusehen. Landwirte hätten schwer daran zu tragen, dass sie von 365 Tagen harter Arbeit im Jahr nicht leben könnten.

„Verbraucher reden von Tierschutz und wollen gleichzeitig gesunde und billige Lebensmittel“ kritisierte Harms. „Für die Landwirtschaft ist es nicht fünf vor, sondern fünf nach zwölf“. Die Bauern brauchten schnelle Hilfe aus Molkereiwirtschaft und Politik, sonst werde es zu einem massiven Höfesterben kommen. Wenn die deutsche Landwirtschaft zu Weltmarktpreisen produzieren solle, müsse sie auch zu Weltmarktbedingungen arbeiten können.

Der Maschinenring ist trotz der Krise in der Landwirtschaft gut über die Runden gekommen. Das zeigte der Bericht des Geschäftsführers Ingo Bischoff. Die Zahl der Mitglieder sank bis Ende 2015 um 8 auf 527. Im vergangenen Jahr hatte der Maschinenring insgesamt 21 Betriebshelfer im Einsatz, derzeit sind es 11. Dazu kommen 6 Dorfhelferinnen. Insgesamt leisteten die Mitarbeiter 45 888 Stunden.

Der Mietschlepper war 472 Stunden im Einsatz. Insgesamt verbuchte der Maschinenring 1755 Abrechnungen und kam auf einen Umsatz von 2,03 Millionen Euro. Einnahmen von gut 387 000 Euro standen Ausgaben von knapp 385 900 Euro gegenüber. Größte Einnahmequellen waren die Betriebshilfe mit 254 100 Euro, die Vermittlungsprovisionen mit 46 600 Euro und der Grundbeitrag mit 33 300 Euro; Größte Ausgabeposten sind die Lohnkosten mit 310 500 Euro und die Verwaltungskosten mit 13 500 Euro.

Für dieses Jahr werden Einnahmen und Ausgaben mit 383 700 Euro kalkuliert.

Bei den Wahlen wurden das Vorstandsmitglied Rainer Mönnich, Berne, und das Beiratsmitglied Jürgen Schwäke, Morgenland, einstimmig bestätigt. Ebenfalls einstimmig wurde Douwe Witbaard neu in den Beirat gewählt.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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