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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Mehr Sicherheit am Handgelenk

21.03.2017

Brake Verwechselungen von Patienten im St. Bernhard Hospital sind Helmut Dietz zwar nicht bekannt. Von einem linken statt einem rechten operierten Bein weiß der Leiter des Qualitätsmanagements auch nicht. Damit es aber auch erst gar nicht so weit kommt, setzt das Braker Krankenhaus ab sofort auf Patienten-Identifikationsarmbänder. „Damit ist die exakte Identifizierung der Patienten im gesamten Behandlungszeitraum sichergestellt“, betont Dietz. So könnten auch sedierte oder etwa demente Patienten jederzeit genau identifiziert werden.

Wofür braucht man ein Patienten-Identifikationsarmband?

Die Armbänder werden vom Aktionsbündnis Patientensicherheit gefordert. Dieses hat sich zum Ziel gesetzt, Lösungen für Probleme in der Sicherheit der Patientenversorgung zu erarbeiten. Dazu gehört die Einführung von Patienten-Identifikationsarmbändern. In Zeiten von, so Dietz, „Behandlungsverdichtungen“ habe man sich nun zur Einführung der Armbänder entschieden. Diese sollen eine stets exakte Identifizierung der Patienten in Diagnostik, Therapie und Pflege vor Ort erleichtern – und so das Risiko einer Verwechselung weiter minimieren. An einigen Stellen ist das Armband auch direkt in den Prozess eingebunden, so etwa bei der Blutzuckermessung: Der Patient kann sich durch das Armband eindeutig identifizieren und seine Daten werden ihm zugeordnet

Wann erhalten die Patienten ein solches Armband?

Die Armbänder erhalten alle Patienten, entweder in der administrativen Patientenaufnahme, in der inneren Aufnahme oder auf der Intensivstation. An diesen drei Stellen gibt es auch spezielle Drucker. Es handelt sich dabei nicht um eine Wahlleistung. Sollten Patienten aber ausdrücklich auf die Patienten-Identifikationsarmbänder verzichten wollen, müssen sie dies dem Krankenhaus schriftlich bestätigen.

Welche Daten werden gespeichert?

Auf dem Armband selber wird nichts gespeichert. Hier sind nur Name und Geburtsdatum sowie eine Fallnummer aufgedruckt – in Klarschrift und auch als Barcode. In diesem seien aber ausschließlich diese persönlichen Daten hinterlegt, betont Dietz, keinerlei Gesundheitsdaten.

Sind die Daten sicher?

Persönliche und medizinische Patientendaten sind (mit Ausnahme der genannten) nach wie vor nur auf den Rechnern des Krankenhauses für die jeweils berechtigten Mitarbeiter einsehbar. Aber auch die Armbänder mit den persönlichen Daten würden zum Ende des Krankenhausaufenthaltes vernichtet, betont Dietz.

Ist das Armband alleiniges Sicherheitskriterium?

Nein, es gibt weiterhin Patientenakten, in denen alle relevanten persönlichen und medizinischen Daten gesammelt werden. Auch diese werden bei Stationswechseln oder Behandlungen mitgeführt. Auch wissen die jeweiligen Pflegekräfte, um welche Patienten es sich handelt. Zudem gibt es eine ganze Reihe von weiteren Kontrollen, darunter OP-Checklisten, Sicherheits-Checklisten, Indikationsgespräche oder die sogenannte Team-Timeout, bei der das Operationsteam sich am OP-Tisch noch einmal über den Patienten und den Eingriff austauscht. Die Patienten-Identifikationsarmbänder sind laut Dietz „ein weiterer Baustein des Risikomanagements“ und sorgten für „zusätzliche Sicherheit“.

Besteht ein gesundheitliches Risiko ?

Laut Krankenhaus und eines Hygienegutachtes nicht. Das Armband aus deutscher Fertigung sei als Medizinprodukt zugelassen, betont Dietz. Allergologisch sei das Material unbedenklich. Das Armband besteht aus einem Kunststoffverbundmaterial und ist, wie auch der Aufdruck, resistent gegen Wasser und übliche Desinfektionsmittel.

Markus Minten
Redaktionsleitung Brake
Redaktion Brake
Tel:
04401 9988 2301
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