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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Mit Einswarder Streitkultur viel erreicht

17.08.2009

EINSWARDEN Bei den Zusammenkünften des Bürgervereins Einswarden geht es oft ganz schön zur Sache. „Da wird heftig diskutiert und manchmal auch um Kleinigkeiten gestritten“, weiß der Vorsitzende Ulf Riegel. Mit ihrer Streitkultur haben die Einswarder für ihren Stadtteil jedoch eine Menge erreicht. Das machten Ulf Riegel und die anderen Festredner deutlich, als der Bürgerverein am Sonnabend sein 25-jähriges Bestehen feierte.

Zu den Gästen bei dem Empfang im rappelvollen Mehrzweckhaus gehörten der SPD-Bundestagsabgeordnete Holger Ortel, die Vize-Bürgermeisterin Angelika Zöllner und die stellvertretende Landrätin Uta Elb. Die drei Gratulanten hoben das Engagement der Bürgervereinsmitglieder für den Stadtteil hervor. Das Sanierungsprogramm Soziale Stadt mit einem Kostenvolumen von 6,5 Millionen Euro habe Einswarden nach vorne gebracht. Gleichwohl herrschte Einigkeit darüber, dass noch lange nicht alle Ziele erreicht sind.

Die Jugend ansprechen

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„Es gibt noch viel zu tun“, sagte Angelika Zöllner, „deshalb muss die Arbeit des Bürgerverereins weitergehen.“ Uta Elb ermunterte den Verein, verstärkt junge Menschen anzusprechen. Zudem sei die Integration der ausländischen Mitbürger eine wichtige Zukunftsaufgabe.

Holger Ortel verbindet Jugenderinnerungen der unangenehmen Art mit Einswarden. „Als Lehrling habe ich Einswarden verflucht“, erzählte der Bundestagsabgeordnete, „weil ich auf der Fahrt nach Blexen hier immer umsteigen musste und im Winter beim Warten auf den Bus fürchterlich gefroren habe.“ Das Bild änderte sich allerdings, als Holger Ortel später einen Arbeitsplatz bei VFW Fokker in Einswarden bekam: „Ab dann fand ich Einswarden gut.“ Auch er rief den Bürgerverein dazu auf, die Themen Ausländerintegration und Jugendarbeit verstärkt anzugehen.

Auf die Anfänge der Vereinsgeschichte blickte Ulf Riegel zurück. Er machte kein Geheimnis daraus, dass der Bürgerverein aus einer Unzufriedenheit heraus gegründet worden war. Weil sich viele Einswarder durch die politischen Parteien nicht ausreichend vertreten fühlten, reifte die Idee, sich auf andere Art ein Sprachrohr zu verschaffen. Am 4. November 1984 kamen über 100 Einswarder im Mehrzweckhaus zusammen, um den Bürgerverein in Leben zu rufen. Das lief zwar auch nicht ohne Ärger ab, aber letztlich wurde das Ziel erreicht und ein Vorstand ernannt. An dessen Spitze stand Axel Hoffmann. Zudem gehörten Elke Reinsdorf als 2. Vorsitzende, Manfred Bode als Kassenwart, Thomas Bode als Schriftführer sowie Johann Uphoff, Hajo Meenen, Emma Kaßens, Hans-Rudolf Jazdzejewski und Ulf Riegel als Beisitzer dem Vorstand der ersten Stunde an.

Weil sich Axel Hoffman aus beruflichen Gründen aus Einswarden verabschiedete, musste 1987 ein neuer Vorsitzender bestimmt werden. Die Wahl fiel auf Kurt Winterboer, der dieses Amt fast 20 Jahre ausübte und es 2006 an Ulf Riegel abtrat. „Wir können stolz darauf sein, was seit der Gründung des Bürgervereins so alles passiert ist“, sagte Kurt Winterboer.

Sanierung begann 1999

Das Stadtteilsanierung ist von Beginn das Hauptthema des Bürgervereins gewesen. Nachdem sich Anfang der 90er Jahre die Hoffnung auf eine Städtebauförderung zerschlagen hatte, weil der Bund den Ausbau Ostdeutschlands für wichtiger erklärte, klappte es 1999 endlich mit der Aufnahme Einswardens in das Programm Soziale Stadt. Auch bei vielen anderen Angelegenheiten meldete sich der Bürgerverein zu Wort und machte sich für die Interessen der Einswarder stark.

Die Geselligkeit kommt aber nicht zu kurz: Ausflüge, Dia- und Filmabende und viele weitere Unternehmungen gehören zum Vereinsleben. Im vergangenen Jahr baute der 257 Mitglieder zählende Verein zudem eine Boule-Bahn im Bürgerpark.

Beim Jubiläumsfest bewiesen die Einswarder, dass sie feiern können und bei aller Diskussionsfreudigkeit ein harmonisches Miteinander pflegen. Dazu passten die Glückwünsche, die Bilal Koç im Namen der Islamischen Gemeinschaft übermittelte: „Wir sind offen für ein gutes Zusammenleben“, sagte er.

Urkunden und präsente für die treuen Mitglieder der ersten Stunde

Von den rund 100 Gründungsmitgliedern gehören heute noch 74 dem Bürgerverein Einswarden an. Hier die Namen der Jubilare: Renate Arens, Heinz Arens, Klaus Behrens, Helmut Bessel, Grete Bessel, Werner Binner, Manfred Bode, Hilde Bode, Herwald Böning, Rainer Brückmann, Klaus Brunke, Dietmar Dardemann, Marion Dardemann, Dieter Ehring, Uta Elb, Gerda Elbel, Elfriede Fegter, Otto Fegter, Ingrid Frerichs, Egon Frerichs, Carola Frey, Karl-Heinz Fritz

Dieter Geraedts, Gesine Geraedts, Adelheid Günther, Hans-Hermann Günther, Wilfried Harjes, Karl-Heinz Hegewald, Almut Hegewald, Udo Heinrich, Holger Janßen, Christa Janßen, Klaus Jantzen, Margot Jurdecki, Hilde Kappmeier, Petra Kirsch

Helmut Kock, Waltraud Köhler, Werner Köhler, Jutta Kohnke, Lutz Kohnke, Manfred Kolbe, Helmut Kuchenbecker, Peter Möllenbeck, Heidrun Möllenbeck, Gerda Penkuhn, Kurt Pfeiffer, Anna Pfeiffer, Christa Pohle, Elke Reinsdorf, Heinrich Reinsdorf, Renate Repert, Heidi Riegel, Ulf Riegel, Willi Roß, Heiderose Roß, Rudolf Scheibe, Hertha Schimmel, Dieter Scholz, Gisela Schultze, Arnold Seitz, Elfriede Steenken, Hanna Steinsiek, Marlies Strauch, Hansjürgen Strauch, Renate Wiedenstriet, Gerhard Wiedenstriet, Marianne Winkler, Kurt Winterboer, Gerda Wulf und Wilhelm Wulf.

Für die musikalische Unterhaltung bei dem Jubiläumsempfang am Sonnabend sorgten die Ruhwarder Saitenhiebe. Am Sonntag wurden die Feierlichkeiten mit einem Frühschoppen fortgesetzt, bei dem die Stadtkapelle aufspielte.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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