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Englische Siedlungen: Bima will 270 Häuser sanieren
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Englische Siedlungen: Bima will 270 Häuser sanieren

NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Mit neuer Chefin in neue Saison

14.03.2017

Abbehausen Da staunten die Mitglieder des Fördervereins Kaufmannsmuseum Abbehausen nicht schlecht, als Ladeninhaberin Tanja Schiller ihnen während der Jahreshauptversammlung am Sonntag im Butjadinger Tor erzählte, dass die im August begonnenen Sanierungsarbeiten am historischen Gebäude des Kaufhauses J. H. Büsing Sohn an Dach, Fassade, Fenstern und in zwei Kellerräumen stolze 170 000 Euro kosten sollten. Dank großzügig bemessener Fördergelder konnte nach langwierigem Klinkenputzen vermeintlich Unmögliches aber dann doch möglich gemacht werden. Allein die Europäische Union sagte 95 000 Euro zu.

Als die Tischler dann aber feststellten, dass die Fenster beim Ausbau in sich zusammenfielen und ihre Reparatur nun statt 45 000 Euro noch einmal 18 000 Euro mehr kosten sollten, und als die Denkmalschutzbehörde dann ein Auswechseln der historischen Fenster schlichtweg verbot, kam die Finanzierung ins Wanken – und der Weiterbau ins Stocken. Glücklicherweise zeigten sich Leader-Förderer und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz noch ein zweites Mal spendabel. Die Sanierung konnte weitergehen. Im April wird sie abgeschlossen sein.

Tanja Schiller und dem Förderverein ist nun eine große Last von den Schultern genommen. Das einzige Manko, so die Kauffrau, sei, dass sich das Kaufhaus in Zukunft nicht mehr damit brüsten könne, als einziges Haus der ehemaligen Gemeinde ohne Frischwasseranschluss noch aus der Zisterne pumpen zu müssen. Das Haus nämlich ist fortan „am Netz“.

Wertvolles Inventar

Der Förderverein Kaufmannsmuseum kann sich nun wieder voll und ganz seinem eigentlichen Zweck zuwenden, der Erhaltung des heimatgeschichtlich wertvollen Inventars aus mittlerweile fünf Kaufmannsgenerationen. Und hier hat er, so bewies die Jahreshauptversammlung, auch im 22. Jahr seines Bestehens wieder gute Arbeit geleistet: Seit Gründung wurden 14 204 Besucher im Museum gezählt, allein im vergangenen Jahr und vorwiegend an den Offenen Sonntagen waren es 740 Gäste. 47 322 Interessierte informierten sich auf der Homepage des Vereins, das sind durchschnittlich etwa vier Klicks pro Tag. In seinem digitalen Archiv sind 2936 Ereignisse, 5906 Personen, 3384 Firmen, 13 338 Orte und 7599 Artikel abrufbar gespeichert. 284 Bücher stehen zur Verfügung und über 75 Zeitschriften-Titel. Ein schier unerschöpflicher Fundus für Heimatkundler und Familienforscher.

Der Förderverein zählt zurzeit 171 Mitglieder. Ein besonderer Dank ging an die zehn Aktiven von ihnen, die regelmäßig bei den Führungen mit dabei sind. Auf Anfrage, so wurde betont, würden neuerdings auch Rundgänge in plattdeutscher Sprache angeboten. Die nächsten Offenen Sonntage sind für den 23. April, 25. Mai, 18. Juni und den 16. Juli geplant.

Am 23. April wird außerdem eine Kurzwaren- und Handarbeiten-Sonderausstellung eröffnet, in die der Verein, berichtete Vorsitzende Lisa Pargmann, viel Herzblut fließen ließ. Als größte Investition im Berichtsjahr 2016 nannte sie die Produktionskosten für einen halbstündigen Film über die Sammlungen im Ober- und im Kellergeschoss des Historischen Kaufhauses. Er ist besonders für gehbehinderte Besucher gedacht und wurde von Sponsoren finanziert.

Vorstand wiedergewählt

Bei den turnusgemäßen Vorstandswahlen bestätigte die Versammlung Hans-Hermann Struß als stellvertretenden Vorsitzenden und Rolf Kloppenburg als Geschäftsführer einstimmig. Ebenso einstimmig fiel die Wahl auf Ursula Falkenburger als neue Vorsitzende. Lisa Pargmann hatte das Amt aus Altersgründen niedergelegt. Für ihr ganz besonderes Engagement dankte ihr die neue Vorsitzende mit einem kleinen Präsentkorb. Zuvor waren Rita Witte und Wolfgang Wiese für zehnjährige Treue zum Verein mit der Ehrennadel und einem Weinpräsent geehrt worden.

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