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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Mohairwolle aus Butjadingen

28.06.2014

Eckwarden Mit ihrem langen, spiralförmig oder gelockt herabhängenden Haar sind die auf der Weide am Bollwerksweg in Eckwarden grasenden Vierbeiner ein Blickfang für die zahlreich vorbeikommenden Fahrradtouristen. Ihren Eigentümern Karin und Hans Hellwig liefern die derzeit acht Angoraziegen den Rohstoff für ihr eigenes Unternehmen – Mohair für den Wollladen.

Das deutsch-niederländische Ehepaar war vor drei Jahren aus der 1500 Kilometer entfernten Gemeinde Charette in Frankreich, wo es elf Jahre lebte, nach Butjadingen gezogen. Auf der Suche nach einem neuen Zuhause in Deutschland – die Tochter wollte eine deutsche Schule besuchen – waren die Hellwigs im Internet auf den ehemaligen Ahting-Hof in Eckwarden gestoßen.

„Von Butjadingen hatten wir zuvor noch nie etwas gehört“, erinnert sich die 51-jährige, aus Hahn (Rheinland-Pfalz) stammende Gärtnermeisterin. Ihr 66-jähriger Ehemann Hans ist in Heerlen (Provinz Limburg) gebürtiger Niederländer. Beide fühlen sich in Eckwarden sehr wohl und gut aufgenommen. Sie gehören dem Bürger- und dem Turnverein an. Karin Hellwig ist Mitinitiatorin der Eckwarder Kreativgruppe. Dass die Dorfgemeinschaft Eckwarden beim derzeitigen Public Viewing anlässlich der Fußballweltmeisterschaft auch die Spiele der niederländischen Mannschaft zeigt, freut natürlich Hans Hellwig.

Für Wolle interessiert sich Karin Hellwig, als sie bei einer Nachbarin ein Spinnrad entdeckte. Erste Kurse fürs Weben und Pfilzen absolvierte sie nach ihrer Heirat in den Niederlanden. Dabei musste ihr Ehemann sie begleiten, weil Karin Hellwig befürchtete, aufgrund unzureichender Sprachkenntnisse nicht alles zu verstehen. „Deshalb kann ich auch weben“, berichtete Hans Hellwig.

Angoraziegen stammen ursprünglich aus der Provinz Ankara in Anatolien (Türkei). Sie sind auch heute noch in Deutschland eher selten anzutreffen. In der Regel werden die Tiere zweimal im Jahr geschoren, wobei insgesamt sechs bis acht Kilogramm Rohwolle pro Tier anfällt. Die bislang aus acht Tieren bestehende kleine Zuchtherde der Familie Hellwig soll demnächst auf 15 Tieren anwachsen.

Das Alter der Tiere bestimmt den Wolldurchmesser. Je jünger die Angoraziegen sind, so feiner und wertvoller ist ihr Haar. Mohairwolle ist strapazierfähig, sehr weich und flauschig und kann gut Wärme speichern. Verwendet wird Mohair vor allem in Kleidung, Decken, Teppichen und Möbelstoffen.

„Meereswolle“ ist der Name des auf dem ehemaligen Bauernhof am Bollwerksweg eingerichteten Wollladen. Neben der handgefärbten Mohair-Wolle aus eigener Produktion, die jedoch zunächst weiterhin im Elsass zum Faden versponnen wird, sind auch andere natürliche Wollarten und Garne erhältlich. Zudem bietet Karin Hellwig auf Anfrage individuelle Kurse im Stricken, Spinnen und Filzen an.

Die Eröffnung ihres Wollladens feiert Karin Hellwig am Sonnabend, 5. Juli, mit einem von 9 bis 13 Uhr stattfindenden Tag der offenen Tür. Neben der Familie werden dann auch die acht gutmütigen und streichelbaren Angoraziegen die Besucher empfangen.

Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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