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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Küstenschutz ohne Schafe ist schwierig

09.11.2018

Moorhausen Die Deichschäferei in Moorhausen ist verwaist. der ehemalige Pächter Fred Wachsmuth hat alle seine Tiere verkauft. Zum 30. April 2019 hat ihm der II. Oldenburgische Deichband das Pachtverhältnis fristgerecht gekündigt. „Wir haben uns getrennt“, sagte der Vorsteher des Deichbandes, Burchard Wulff, auf Nachfrage der Nordwest-Zeitung. Weiter äußerte er sich nicht dazu.

Während sich Fred Wachsmuth einer neuen Tätigkeit zuwendet, sucht der II. Oldenburgische Deichband nun nach einem Nachfolger für die Deichschäferei in Moorhausen. Und Bewerber gibt es bereits, wie Burchard Wulff betont. Sie sollten Erfahrungen in der Deichpflege durch Schafbeweidung und in der Schafzucht sowie in der Schafpflege haben. Auch sollten sie in der Lage sein, eine Deichschäferei selbstständig zu betreiben, wie es in einem Inserat heißt.

Der Deichband stellt dem neuen Pächter Wohnhaus und Stallungen für etwa 500 Mutterschafe zur Verfügung. Dem Wohnhaus angegliedert ist eine Ferienwohnung, die der Pächter der Deichschäferei vermieten kann. Die wesentliche Aufgabe des Pächters ist der Küstenschutz. Er hat in Moorhausen aber zusätzlich noch einen weiteren Aufgabenbereich: die Öffentlichkeitsarbeit und Information der Bevölkerung sowie die Organisation unregelmäßiger Veranstaltungen in den der Schäferei zugehörigen Informationsräumen. Die Räume seien länger nicht mehr genutzt worden, sagte Burchard Wulff. Diese wiederzubeleben, sei ebenfalls Ziel und Zweck.

Die zu bewirtschaftende Deichfläche beträgt etwa 56 Hektar. Binnendeichsflächen einschließlich Schäfereigebäuden und Wohnhaus umfassen 6,7 Hektar.

Dem II. Oldenburgischen Deichband ist natürlich sehr daran gelegen, so schnell wie möglich einen Nachfolger zu finden und die Deichschäferei in Moorhausen neu zu besetzen. Dass bereits mehrere Bewerbungen vorliegen, lässt hoffen. Denn die Tendenz in Niedersachsen ist rückläufig, was die Anzahl der Betriebe und die Zahl der Schafe betrifft. Laut einer Studie hat in den zurückliegenden zehn Jahren die Anzahl der Betriebe mit mehr als 25 Schafen von insgesamt 1539 im Jahr 2008 auf mittlerweile 1159 abgenommen. Das ist ein Rückgang von gut zwölf Prozent.

Es gibt auch weniger Schafe in Niedersachsen: Von einstmals 203 000 Tieren im Jahr 2008 auf jetzt etwa 167 000 Schafe im Jahr 2018. Das entspricht einem Rückgang von 18 Prozent.

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