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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Energie: Nummer zwei sorgt für Ärger

26.08.2017

Moorriem Seit fünf Jahren wird im Elsflether Stadtrat über den Windpark in Moorriem diskutiert. Jetzt hat der Bau der Anlagen zwar begonnen – trotzdem steht das Projekt auf der Tagesordnung im Bauaussschuss.

Der Grund: Eine der Windkraftanlagen, die Nummer zwei, dreht sich bei Ostwind mit den Flügeln aus dem genehmigten Gebiet heraus. Die Betreiber des Windparks, die Windkraft Wehrder GmbH, hat deshalb eine Änderung des Flächennutzungsplans beantragt.

Lange Planung

An der vorbereitenden Bauleitplanung zur Errichtung der Windkraftanlagen in Bardenfleth wird bereits seit über fünf Jahren gearbeitet. Aufgrund der Verkleinerung der ursprünglichen Fläche und neuen Rechtssprechungen wurde die zweite Flächennutzungsplanänderung drei Mal ausgelegt. Laut Investor standen alle im Geltungsbereich vorhandenen Flächen zur Verfügung. 2016 teilte der Investor mit, dass große Flächen nicht zur Verfügung stünden. Das Bauleitverfahren wurde aufgehoben und der Park nach dem Genehmigungsverfahren nach dem Bundesemissionsschutzgesetzes beantragt und Ende 2016 bewilligt.

Es geht um ein 1,7 Hektar großes Gelände. Die betroffene Windkraftanlage wurde hier näher an die Grenze des Parks gesetzt, weil sich die gesetzliche Vorgabe zum Abstand zur Starkstromleitung geändert hat. Dieser darf nun geringer sein.

Der Nutzungsplan für die Fläche, über der sich die Flügel drehen, muss das Änderungsverfahren komplett durchlaufen, erklärte Bürgermeisterin Brigitte Fuchs. Der Stadt stünde möglicherweise erneut ein langwieriges Bauleitverfahren bevor.

Klagen befürchtet

Würde der Flächennutzungsplan geändert, hätte das keine Auswirkungen auf den bestehenden Flächennutzungsplan und damit den Ausschluss weiterer Windkraftanlagen im Gemeindegebiet, erklärte die Bürgermeisterin. Sichergestellt sei auch, dass der Stadt Elsfleth durch das bevorstehende Verfahren keine Kosten entstehen. Diese würden von den Betreibern des Windparks übernommen. „Wir rechnen mit Klagen gegen das Vorhaben“, sagte Fuchs.

Gegen die Genehmigung des neuen Flächennutzungsplanes sprach sich am Donnerstag Cordula Rebehn (UWE) aus. „Es laufen ja noch Klagen gegen den Windpark. Man sollte erst einmal abwarten, ob er überhaupt an diesem Platz stehen bleiben kann“, sagte sie. „Wir sollten nicht übers Ziel hinausschießen. Und die Anlage wurde ja mit Absicht auf die Grenze gestellt.“ Malte Lübben (CDU) sprach sich hingegen für eine Genehmigung des neuen Flächennutzungsplans aus. „Wenn man eine Baugenehmigung hat, fängt man an zu bauen. Dann sollte die Anlage jetzt auch wirtschaftlich laufen“, sagte er.

Bau schon begonnen

Denn mit dem Bau der Windkraftanlagen wurde bereits begonnen. Die Gründung ist abgeschlossen. „Die Anlage Nummer zwei wird auf jeden Fall gebaut“, sagte Jürgen Büsing, Geschäftsführer der Windkraft Wehrder GmbH, am Freitag auf Anfrage der NWZ. Es gehe um 60 Meter, in die sich die Flügel bei Ostwind in die betroffene Fläche hinein bewegten.

In Betrieb genommen werde die Anlage ohne die Genehmigung des Flächennutzungsplans zunächst mit einem sogenannten Sektorenmanager, der verhindere, dass sich die Flügel aus der erlaubten Zone herausdrehen. Dann allerdings liefere die Anlage auch nicht den vollen Ertrag.

Das Thema steht in der nächsten Ratssitzung am Dienstag, 29. August, um 19 Uhr auf der Tagesordnung.

Friederike Liebscher Berne/Lemwerder / Redaktion Brake
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