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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Moorseer Mühle: Bekommt das Schaf ohne Wollkleid Sonnenbrand?

23.07.2018

Moorsee Wie alt werden Schafe? Können sie, wenn sie geschoren worden sind, Sonnenbrand bekommen? Frieren die Tiere nicht, wenn sie immer draußen gehalten werden?

Diese und viele andere Fragen beantwortete Karin Müller-Rostin am Sonntag geduldig auf dem Gelände der Moorseer Mühle, wo erneut der Aktionstag „Rund um das Schaf“ stattfand. Die aus Bielefeld stammende Schafzüchterin hat sich auf die vom Aussterben bedrohte Rasse der deutschen weißköpfigen Fleischschafe spezialisiert, von denen es heute weltweit nur noch etwa 2000 Muttertiere gibt.

Sehr anpassungsfähig

Es sind sehr anpassungsfähige und krankheitsunempfindliche Tiere, die sich problemlos an unterschiedliche Klima- und Bodenverhältnisse anpassen. Früher waren sie in der Wesermarsch weit verbreitet, bevor sie in der zweiten Hälfte des vorletzten Jahrhunderts von den englischen Schafrassen zunehmend verdrängt wurden.

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Insgesamt 18 Muttertiere und ein Bock gehören zur Herde der Nordenhamerin. Karin Müller-Rostin gibt ihr Wissen über die Haltung und Zucht der Paarhufer gerne weiter. „Es ist schon toll“, sagt sie. „Schafe sind unheimlich vielseitig. Sie spenden nicht nur Fleisch, Wolle und Milch, sondern leisten auch in der Landschaftspflege wichtige Dienste – und auch in der Kosmetik.“

Einst Schäfer in der DDR

Auch Olaf Teschner, der der Hobbyzüchterin oft mit Rat und Tat zur Seite steht, kennt sich mit den geselligen Herdentieren aus. Er ist gelernter Schäfer und hat seinen Beruf viele Jahre lang in der früheren DDR ausgeübt. Beim Aktionstag in Moorsee unterstützte er zeitweise den Hobbyscherer Klaus von der Lieth, der in diesem Jahr schon mehr als 1300 Schafe geschoren hat und es bedauert, dass es heutzutage nur noch so wenige jüngere Scherer gibt.

Für die Besucher der Veranstaltung befreite er gleich mehrere Tiere von ihrem dicken Wollkleid, was die Erwachsenen und Kinder gleichermaßen fasziniert beobachteten. Viele nutzten die Gelegenheit, um die fettige Rohwolle einmal anzufassen und kleine Wollproben mit nach Hause zu nehmen. Das Lanolin – das Wollwachs – hilft übrigens bei entzündungsbedingten Gelenkschmerzen.

Wie die geschorene Wolle dann weiterverarbeitet wird, zeigten die Spinnerinnen im Erdgeschoss der Mühle. Mit scheinbarer Leichtigkeit entstanden in Windeseile Wollfäden. Diejenigen, die gerne selbst stricken oder häkeln, hatten die Möglichkeit, sich mit diversen Wollknäueln oder -strängen in den verschiedensten Farben einzudecken. Wem die Eigenproduktion zu kompliziert und aufwendig erschien, konnte auf ein breites Angebot an selbst gestrickten Schals, Mützen und ähnlichem auf dem Mühlenvorplatz zurückgreifen. Im Angebot waren aber auch diverse Kosmetikprodukte aus Schafsmilch.

Großer Andrang herrschte immer wieder an dem Grillstand von Sven Albers, an dem es unter anderem Lammbratwurst und selbst gebackenes Baguette gab.

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