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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Dlrg-Station: Nabu will vor Gericht ziehen

25.09.2015

Berne Mit einem Fest soll am Wochenende die neue DLRG-Wachstation an der Juliusplate eingeweiht werden. Trotzdem ist die Stimmung im Verein getrübt. Der Grund: In dieser Woche hat der Naturschutzbund Stedingen angekündigt, eine Klage gegen den Bau der Station vor dem Verwaltungsgericht Oldenburg vorzubereiten. Der Vorwurf: Bei der Baugenehmigung der Station im Naturschutzgebiet Juliusplate sei es nicht mit rechten Dingen zugegangen.

DLRG ist entsetzt

Vorsitzender Hartmut Drebing erklärt die Anschuldigungen gegen die DLRG, die Gemeinde Berne und den Landkreis Wesermarsch. „Ein honoriger Verein beabsichtigt im pittoresken Umfeld des Naturschutzgebietes Juliusplate ein Bauwerk zu erstellen. Der Vereinsvorsitzende reicht bauernschlau einen manipulativ angelegten Bauantrag ein – er verschweigt den tatsächlichen Verwendungszweck des Bauwerks, nämlich den als Aus- u. Fortbildungszentrum statt Wachstation – im „vereinfachten Genehmigungsverfahren“ beim Bauamt der Gemeinde Berne ein“, so Drebing.

Dieses gesetzlich zulässige vereinfachte Genehmigungsverfahren bekomme dann eine völlig neue, unzulässige Bedeutung, indem die Verwaltung zur Vereinfachung des Verfahrens auf die Antragsfrage „Liegt das Bauwerk in einem Schutzgebiet?“ mit einem verneinenden Strich antworte. Ab da laufe „alles wie geschmiert“. Der Antrag werde an den Landkreis Wesermarsch weitergereicht und das geplante Gebäude unter Ausblendung der Naturschutzgesetzgebung genehmigt. „Milde ausgedrückt liegt also eine kollektive Manipulation eines Baugenehmigungsverfahrens durch Gemeinde und Landkreis vor, stärker ausgedrückt eher ein Straftatbestand von Rechtsbeugung durch Amtsträger“, heißt es in einem Schreiben des Nabu.

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DLRG-Vorsitzender Rainer Weegen ist entsetzt über die Vorwürfe des Naturschutzbundes. „Wir haben den Bauauftrag nicht manipuliert. Diese Vorwürfe treffen nicht zu“, sagte er am Donnerstag im Gespräch mit der NWZ . „Unsere Station an der Juliusplate gibt es schon seit 1973. Das alte Gebäude wurde vor ein paar Jahren abgerissen, weil es große Schäden durch Sturmfluten hatte und nicht mehr tragfähig war. Der Neubau wurde in vielen Gutachten jahrelang geprüft“, erklärte er. 2013 habe man die Baugenehmigung für die neue Station erhalten. Rainer Weegen hat bereits Kontakt mit einem Rechtsanwalt aufgenommen.

Genehmigung rechtens

Auch in der Gemeinde Berne ist man nicht erfreut über die Vorwürfe. „So etwas klärt man am besten an einem Bürotisch oder vor Gericht, aber nicht in der Zeitung“, sagte Fachbereichsleiter Michael Heibült. „Was mich verwundert, ist dass man ein Schreiben mit solchen Anschuldigungen auch gleich mit einem Spendenaufruf verbindet.“

Der Landkreis Wesermarsch sieht sich mit der Genehmigung der Wachstation im Recht. „Die Wachstation macht ja auch nur an diesem Standort Sinn“, sagte Sprecher Matthias Sturm.

Friederike Liebscher Redakteurin / Lokalredaktion
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