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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

BILANZ: „Nehmen den Schirm nicht weg“

08.08.2009

BRAKE /JEVER Die Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) hat in diesem Jahr Kunst, Kultur und Sport in der Wesermarsch mit 150 000 Euro unterstützt. Schwerpunkte waren die Freilichtaufführungen in Rodenkirchen, die Goethe-Gesellschaft in Nordenham und mehrere Konzerte in Brake. Der Rüstringer Heimatbund hat für den Umbau des Museums Moorseer Mühle Mittel erhalten, ebenso das Schifffahrtsmuseum Brake und die Seefelder Mühle.

„Damit kommen wir unserem öffentlichen Auftrag nach“, sagte Dr. Eduard Möhlmann vom Vorstand. In Jever präsentierte er gemeinsam mit Gerd Bielefeld und Tim Junghans von der Regionaldirektion Wesermarsch die Halbjahresbilanz.

Die Regionaldirektoren zeigten sich zufrieden mit der Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2009. So habe es unter den Firmenkunden noch keine existenzbedrohenden Entwicklungen gegeben. „Als infrastrukturell wenig starke Region schlägt die Finanzmarktkrise hier nicht so drastisch durch“, sagte Bielefeld. Dennoch hätte die Zahl der Gespräche mit Unternehmen, die in Schwierigkeiten geraten seien, zugenommen.

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„Unsere Philosophie lautet, dass wir den Unternehmen in schierigen Zeiten nicht den Regenschirm wegnehmen, sondern uns mit ihnen bemühen, die Situation in den Griff zu bekommen“, betonte Junghans.

Insgesamt konnte die LzO im ersten Halbjahr ihr Kreditgeschäft um 1,9 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro steigern. „Hauptwachstumsträger sind die Firmenkredite“, erläuterte Möhlmann. Somit könne nicht von einer „Kreditklemme“ in der Region gesprochen werden. Spielraum sei mit rund einer Milliarde Euro Kreditmitteln ebenfalls noch vorhanden.

Auch in der Wesermarsch werde investiert. Vor dem Hintergrund der Investitionen an der Jade seien an mittelständische Betriebe bereits einige Millionen Euro Kredite ausgegeben worden. „Und zwar nicht nur als vorbereitenden Investitionen – es wird auch schon Geld verdient“, sagte Junghans.

Stolz ist die Sparkasse darauf, dass sie die Zahl der Auszubildenden seit 2007 um 55 Prozent auf 65 gesteigert hat. „Wir brauchen für unser Wachstum weiter gute Nachwuchskräfte“, sagte Bielefeld. Er berichtete, dass geplant sei, die beiden LzO-Filialen in Einswarden und Blexen, die nur gut fünf Kilometer auseinander liegen, zusammenzulegen. Zum Tragen kommt dabei ein Investorenmodell. Offenbar bedarf auch die Filiale in Brake dringend der Erneuerung, wie Bielefeld darlegte. Allerdings hat zurzeit der Neu- oder Umbau der Filiale in Jever höchste Priorität, betonte Möhlmann.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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