• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Neuanfang nach der Tragödie

24.09.2016

Neustadt Gut gelaunt, passend zum herrlichem Wetter, empfängt Alke Feise-Addicks die Gruppe des Kindergartens Kastanienbaum auf ihrem Hof an der Neustädter Straße. Die Kinder, die von Leiterin Heike Eden und der Naturpädagogin Yvonne Scheffel-Schulz begleitet werden, dürfen an diesem Tag Zwartbless-Schafe streicheln. Eine Rasse, die in der Wesermarsch nicht allzu häufig anzutreffen ist.

Seit dem Jahr 2009 züchtet Alke Feise-Addicks diese niederländische Rasse. „Ich habe mit zwei tragenden Schafen angefangen – und die haben gleich für drei weibliche und ein männliches Nachkommen gesorgt“, sagt die 51-Jährige im Gespräch mit der NWZ.

„Es ist ein tolle Rasse. Die Tiere sind nicht nur schön, sondern auch wunderbare Woll- und Fleischlieferanten. Die Wolle lässt sich toll spinnen. Das Fleisch ist unheimlich schmackhaft“, sagt Feise Addicks. Sie ist froh, dass sie mit Zukäufen ihre Herde auf inzwischen 55 aufstocken konnte. Dabei sah es im vergangenen Dezember fast so aus, als ob die Schafzucht in Neustadt ein bitteres Ende gefunden hätte.

Die Tragödie hatte die ganze Region in Atem gehalten: In der Nacht vom 10. auf den 11. Dezember waren 27 Zwartbless-Schafe auf der Weide in der Neustädter Straße in den Tod getrieben worden. Zwei Schafe wurden gerissen, 25 ertranken in einem breiten Zuggraben.

Unmittelbar nach dem Vorfall hatte Schäferin Alke Feise-Addicks den Wesermarsch-Wolfsberater Franz-Otto-Müller informiert. Und der war für die notwendige Dokumentation unmittelbar danach direkt vor Ort.

Im Februar lag dann das Ergebnis der zwölf Gewebeproben vor – und das war eindeutig. Die Neustädter Schafe waren nicht vom Wolf, sondern von von einem Haushund aus der Nachbargemeinde Stadland gerissen oder den Tod getrieben worden. „Die Ergebnisse, es handelt sich um DNA-Analysen des Senckenberg-Instituts in Hessen, belegen einhundertprozentig, dass kein Wolf im Spiel ist“, sagte Müller damals im Gespräch mit der NWZ.

Der wirtschaftliche Schaden im fast fünfstelligen Bereich ist inzwischen von der Versicherung des Hundehaltes ausgeglichen worden. Alke Feise-Addicks ist ein Neustart nach der Tragödie gelungen. Dennoch bleibt für die Zukunft zu hoffen, dass sich die Tragödie von Neustadt nicht wiederholt. „Die Hundehalter sind in der Pflicht und müssen unbedingt für Sicherheit sorgen“, mahnt Naturpädagogin Yvonne Scheffel-Schulz.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwzonline.de/videos/wesermarsch 
     www.nwzonline.de/fotos-wesermarsch 
Video

Hans-Carl Bokelmann Jade/Ovelgönne / Redaktion Brake
Rufen Sie mich an:
04401 9988 2304
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.