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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Neue Heimat hoch im Norden

15.02.2014

Berne Diese Entscheidung muss wirklich sehr gut überlegt gewesen sein: Rui Cerqueira hat das angenehme Klima mit beständigen Temperaturen um die 20 Grad, das Leben in einer großen Stadt und einer Region mit kultureller Vielfalt getauscht gegen das beschauliche Landleben in der Wesermarsch. Und bisher, versichert der 31-Jährige glaubhaft, hat er den Wechsel nicht bereut.

Denn der sympathische junge Portugiese ist nicht hierher gekommen, um Urlaub in unserer Region zu machen. Vielmehr hat Rui Cerqueira die Möglichkeiten genutzt, die ein grenzenloses Europa bietet: er hat sich für einen Arbeitsplatz entschieden, an dem er nicht nur sein bisheriges Wissen anwenden kann, sondern der ihm auch eine berufliche Karriere bietet. Bei Fischer & Plath in Ganspe baut er gemeinsam mit vier weiteren Mitarbeitern eine neue Vertriebsabteilung auf.

„Als Mensch überzeugt“

„Er hat uns als Mensch überzeugt“, sagt Geschäftsführer Ralf Mertens. „Sein Auftreten ist freundlich und verbindlich, das ist im Kontakt mit den Kunden entscheidend“, lobt Mertens seinen Mitarbeiter von den Azoren, der seit 1. Februar im Unternehmen tätig ist. Und bisher, betont Ralf Mertens, erfülle Rui Cerqueira alle in ihn gesteckten Erwartungen.

Ralf Mertens war es auch, der dem jungen Mann das Angebot gemacht hat, in seinem Betrieb zu arbeiten. „Wir wollen unseren internationalen Vertrieb forcieren und da brauchten wir jemanden, der zum Beispiel Französisch, Spanisch und Portugiesisch spricht.“

Ein reiner Zufall hat Mertens und Cerqueira zusammengeführt: Der Berner Unternehmer besichtigte bei seinem Aufenthalt auf den zu Portugal gehörenden Azoren einen Betrieb in Ponta Delgada, der Azoren-Hauptstadt auf der Insel Sao Miguel. Die Führung durch das Unternehmen machte – Rui Cerqueira. Der 31-Jährige fiel dem Wesermärschler gleich auf. „Die Führung gestaltete er interessant. Er war für jede Frage offen und konnte auch alle beantworten“, erinnert sich Mertens. Später traf man sich in einem Lokal wieder und kam ins Gespräch. Das war im Sommer 2013.

Cerqueira’s Masterstudiengang Qualität und Umweltmanagement passte hervorragend zu den Anforderungen, die Ralf Mertens und Cornelia Martin, Leiterin Personalentwicklung bei Fischer & Plath, für den neuen Vertriebsbereich erarbeitet haben.

„In dem Gespräch ist mir schnell deutlich geworden, dass Rui sein Wissen nicht umsetzen kann“, erzählt Ralf Mertens. Das habe nach gemeinsamer Überlegung mit seiner Personalchefin schließlich den Ausschlag gegeben, dem 31-Jährigen ein Angebot zu machen – zunächst auf ein Jahr befristet. Nicht, weil man von den Qualitäten des neuen Mitarbeiters nicht überzeugt sei, betonen Mertens und Martin. Sondern um Rui Cerqueira die Möglichkeit einzuräumen, doch wieder nach Hause zurückzukehren. „Der Wechsel war ja schon ein Kulturschock“, sagt Cornelia Martin. „Aber wir möchten ihn auf jeden Fall behalten.“

Keine Roboter

Natürlich vermisse er die Sonne, die vertraute Umgebung und seine Familie, räumt Rui Cerqueira gegenüber der NWZ  ein. Aber er sei in der Wesermarsch ganz herzlich aufgenommen worden, erfahre viel Unterstützung von den Kollegen und habe bereits angefangen, beim Stedinger TV Handball zu spielen. Denn er habe schnell festgestellt, dass die Deutschen keineswegs die „kalten, funktionierenden Roboter“ seien, als die sie in seinem Heimatland gelegentlich verschrien sind.

Das klingt ganz so, als habe Rui Cerqueira eine neue Heimat gefunden – und eine langfristige berufliche Perspektive.

Fischer & Plathin Ganspe wurde 1961 gegründet. Das Unternehmen hat sich aus bescheidenen Anfängen mittlerweile auf metallische Dichtringe spezialisiert, die in ganz Deutschland und Europa nachgefragt werden. Insbesondere für die Automobilindus-trie ist Fischer & Plath ein verlässlicher Zulieferer.

Rund 1 Milliarde Teilestellt die Firma nach eigenen Angaben jährlich her – auf 7000 Quadratmetern Produktionsfläche.

Mit 110 Mitarbeiternerwirtschaftet das Unternehmen einen jährlichen Umsatz von rund 17 Millionen Euro.


     www.fischer-plath.com 
Torsten Wewer Elsfleth / Redaktion Brake
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