• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Neue Verträge für Jagdpächter

08.05.2013

Butjadingen 40 Jahre gehörte der Eckwarder Helmut Siefken dem Vorstand der Jagdgenossenschaft Langwarden an. Jetzt schied er auf eigenem Wunsch aus diesem Gremium aus. Für seine langjährige Tätigkeit dankte ihm Butjadingens Bürgermeister Rolf Blumenberg mit einem Präsent. Zu Siefkens Nachfolger wählten die Jagdgenossen Jannes Bergsma.

Seine Wahl blieb nicht die einzige während einer gemeinsamen Mitgliederversammlung der Jagdgenossenschaften Langwarden und Seeverns auf Hof Iggewarden.

Jagdgenossenschaften sind Körperschaften des öffentlichen Rechts. Ihre Pflichtmitglieder sind per Gesetz die Eigentümer jener Grundstücke, auf den die Jagd ausgeübt werden kann. Wählen die Jagdgenossen keinen Jagdvorsteher aus ihren Reihen, so übernimmt kraft Amtes der Bürgermeister den Vorsitz.

In Butjadingen ist Bürgermeister Rolf Blumenberg Jagdvorsteher aller vier Jagdgenossenschaften. Neben ihm und Jannes Bergsma gehören weiterhin Friedrich-August Brockhoff, Heinrich-Wilhelm Francksen, Henning Janßen, Hermann Memenga und Klaus Müller dem Vorstand der Jagdgenossenschaft Langwarden an. Sie wurden ebenso wie die Vorstandsmitglieder der Jagdgenossenschaft Seeverns, Leenert Cornelius, Günter Harbers und Dirk Renken, im Amt bestätigt.

Von den Jagdpachtgeldern sollen laut Versammlungsbeschluss 70 Cent pro Hektar und Jahr an die Grundstückseigentümer ausgezahlt werden. 1000 Euro stellen die beiden Jagdgenossenschaften für die Öffentlichkeitsarbeit in Form von Aktionen für Kinder zur Verfügung.

Da die Jagdgenossenschaften nur alle zwei bis drei Jahre tagen, die Pachtverträge aber zum 31. März 2015 auslaufen, hatten sich die Vorstände dafür ausgesprochen, über die neuen Pachtverträge mit einer Laufzeit von 15 Jahren bereits jetzt zu entscheiden. Dabei hatte es im Vorfeld ein wenig Unruhe gegeben, weil ein potenzieller neuer Pächter Vollmachten von Grundstücksbesitzern „eingesammelt“ hatte. Letztlich gab es aber ein gütliche Einigung.

Ab dem 1. April 2015 gibt es folgende Pächter in den einzelnen Jagdbezirken – Niens (450 Hektar): Henning Kaars, Gerd Kaemena und Anton Thieling (neu).

Ruhwarden (1129 Hektar): Klaus Brockhoff, Meent Bruncken, Henning Cornelius, Burchard Oetken, Ralf Töllner und Bernd Oetken (neu).

Süllwarden (690 Hektar): Karsten Gerdes, Bernd Cornelius, Hans-Hermann Kuck, Gustav Harbers, Jörg Kuck (neu), Klaus Müller (neu), Gerd Reimers (neu) und Reiner Wunderlich (neu).

Tossens-Eckwarden (868 Hektar): Eilert Baars, Hans-Dirk Bremermann, Stephan Bremermann, Friedrich-August Brockhoff, Theodor Ennen-Hansing, Burkhard Lürßen und Dieter Ruprecht.

Roddens (627 Hektar): Jörg Kuck, Hergen Schumacher und Gerd Reimers.

Eckwarden (823 Hektar): Bodo Ostendorf, Rolf Siefken und Ernst-August Thien.

Mengershausen (500 Hektar): Günter Harbers, Leenert Cornelius, Peter Cornelius und Jan-Dirk Harbers (neu).

Jagdverbot auf Hof Butenland beantragt

Beenden möchte Jan Gerdes seine bisherige Pflichtmitgliedschaft in der Jagdgenossenschaft Langwarden und die Duldung der Ausübung der Jagd auf seinen Ländereien in Niens. Die Einrichtung eines befriedeten Bezirks auf seinen Flächen, auf denen dann Jagdruhe herrschen würde, hat der Betreiber der Tierschutzeinrichtung Hof Butenland aufgrund eines Urteils des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) beantragt.

Das Bundesjagdgesetz wurde zwischenzeitlich aufgrund des EGMR-Urteils novelliert und gibt Grundstückseigentümern die Möglichkeit, einen Antrag auf Befreiung ihres Grundstücks von der Jagd zu stellen, wenn sie ethische Bedenken gegen die Jagdausübung glaubhaft machen. Da die Novelle noch keine Gesetzeskraft erlangt hatte, konnte die Jagdbehörde über den Antrag des heutigen Jagdgegners Jan Gerdes, selbst ehemaliger Jäger, bislang nicht entscheiden. Gerdes Eingabe beim Verwaltungsgericht führte aber dazu, dass sich die Jagdpächter bereit erklärten, bis zu einer Entscheidung die Jagd auf seinen Ländereien ruhen zu lassen.

Auf Protest verließ Jan Gerdes vorzeitig die Versammlung der Jagdgenossenschaft Langwarden. Seiner Ansicht nach sei dazu nicht satzungs- und fristgemäß eingeladen worden und auch der Ablauf der Zusammenkunft sei nicht mit den Statuten vereinbar. Dem Rat seines Rechtsanwaltes, rechtlich dagegen vorzugehen, wird Jan Gerdes aber nicht folgen. Eine Wiederholung der Versammlung würde wohl zu keinen anderen Ergebnissen führen.

Rolf Bultmann
Nordenham
Redaktion Nordenham
Tel:
04731 9988 2202

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.