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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Wer hilft, wenn der Wolf zubeißt?

23.05.2018

Neuenbrok /Wesermarsch Der Verlust von fünf Schafen hat Thomas Luerssen hart getroffen. Vermutlich ein Wolf hat die Tiere in Neuenbrok auf einer Weide unweit der Kirche gerissen. Klarheit wird der Hobbyschäfer darüber allerdings frühestens nach Auswertung der DNA-Proben in einigen Wochen erhalten – wenn diese noch rechtzeitig genommen werden konnten.

Wolfsberater arbeiten ehrenamtlich

Wolfsberater hat das Umweltministerium für ganz Niedersachsen ernannt. Sie stehen Bürgern mit Rat und Tat ehrenamtlich zur Verfügung. Auch nehmen sie alle Sichtungen oder Spuren auf, um Klarheit über Wolfsvorkommen und Wolfsrisse zu erhalten.

Wesermarsch Da es für den Landkreis keinen Wolfsberater gibt, können sich Betroffene an solche aus angrenzenden Landkreisen wenden.

Oldenburg Gerhard Frensel, Tel. 04480/2999934, Mobil: 0173/6758017; Carsten Sauerwein, Tel: 04221/71177, Mobil: 01573/6621396.

Ammerland Anika Börries, Tel. 04488/830242, Mobil: 0176/40378707; Ralf Lohse, Tel. 0441/69652, Mobil: 0151/70844833.

Cuxhaven Heiko Hellmann, Mobil: 0176/39532559; Olaf Kuball, Tel. 04773/ 888634, Mobil: 0172/ 1419885; Hermann Kück, Tel. 04748/1056, Mobil: 0171/6011429.

Wolfsbüro Zu Bürozeiten hilft das beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz angesiedelte Wolfsbüro unter Telefon  0511/ 30343034 weiter.

Es sei nämlich gar nicht so einfach gewesen, jemand Zuständigen zu erreichen, berichtet der Schäfer. Nachdem Franz-Otto Müller das Ehrenamt vor einigen Wochen niedergelegt hat, gibt es in der Wesermarsch keinen Wolfsberater mehr.

Auch der FDP-Landtagsabgeordnete Horst Kortlang, den Luerssen Pfingstmontag in seiner Not alarmiert hatte, findet es „einen Hammer“, dass beim Wolfsbüro nur zu Bürozeiten jemand erreichbar ist und ansonsten ein Band laufe. Aber auch, dass es in der Wesermarsch einen neuen ausgebildeten Wolfsberater gibt, dieser aber noch nicht vom Ministerium bestellt sei, findet er unmöglich.

Das soll im Juni erfolgen, heißt es aus dem Ministerium. Aktuell würden neue Wolfsberater geschult – „darunter auch Personen für den Landkreis Wesermarsch.“ Bis zur offiziellen Bestellung gelte, so Ministeriumssprecherin Sabine Schlemmer-Kaune, dass Wolfsberater aus benachbarten Landkreisen oder das Wolfsbüro herangezogen werden können.

Das sieht Carsten Sauerwein allerdings kritisch. Den für den Landkreis Oldenburg zuständige Wolfsberater hatte Schäfer Luerssen letztlich erreicht. Dieser aber hat in seinem Zuständigkeitsbereich genug zu tun. „Das Ministerium muss sich dringend um einen Wolfsberater für die Wesermarsch kümmern.“

Für Thomas Luerssen war es „kein schöner Anblick, Muttertiere und Lämmer, die man groß gezogen hat, so zu sehen“ – ganz zu schweigen von dem finanziellen Schaden in Höhe von rund 150 Euro pro Tier, den er nur ersetzt bekommt, wenn der Wolf als Verursacher nachgewiesen werden kann. Besonders frustrierend: Der Neuenbroker hatte erst im Vorjahr mit der Schafhaltung begonnen. Seine kleine Herde Texelschafe hat sich durch den Verlust von zehn auf fünf Tiere halbiert. Zu deren Sicherheit will er diese zunächst bei einem Verwandten hofnah unterbringen. Seine Nachbarn – ein Schafhalter und ein Ziegenhalter – seien ebenfalls in Alarmbereitschaft. Er will von der Politik jetzt vor allem eins wissen: „Wo geht die Reise hin?“ Weidehaltung in der Wesermarsch und Wolf passen für ihn nicht zusammen.

-> Region, Seite 15


Mehr zum Thema Wolf unter   www.nwzonline.de/wolf-in-niedersachsen 
Markus Minten Redaktionsleitung Brake / Redaktion Brake
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